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Fundgrube - Die Sache mit dem Spiegelei
 

Die Geschichte mit dem Spiegelei geht mir nicht aus dem Kopf!
Dank der perfekten Anleitung von Helga ist es jetzt jedem möglich, problemlos ein Spiegelei zu braten. Allerdings irritierte mich in dem Text folgender Ausdruck: „Mit sanftem Händedruck (hier sind besonders die Frauen erfahrungsgemäß besser) öffnet ihr nun das Ei und lasst auch das Dotter in die Pfanne gleiten.“
Da hat sie nicht ganz Unrecht mit. Genau an dieser Stelle bin ich auch schon des Öfteren gescheitert. Es muss doch bessere Wege geben, um ein Ei zu öffnen und in die Pfanne zu hauen, so rein technisch gesehen, mein ich. Wenn ich das immer meiner Frau überlassen soll, begebe ich mich ja förmlich in ein völliges Spiegeleierabhängigkeitsverhältnis! Nee nee, wofür bin ich denn Handwerker, da gibt es doch bestimmt noch andere Möglichkeiten, ein Ei professionell zu öffnen und den Inhalt zu entnehmen.


Zuerst habe ich also ein völlig jungfräuliches freilaufendes Ei in einen Eierbecher gepappt und ihm ganz zart mit dem Teelöffel auf die Spitze geklopft. Dann knibbelte ich ein etwa 2 cm großes Loch oben in die Schale. Danach schnappte ich mir den sauberen Verschluss eines leeren Tetra-Paks und fixierte ihn mit zwei Tröpfchen Sekundenkleber direkt auf der Schale. Das ging alles völlig einfach und schnell.


Die mechanische Konstruktion der Eischale wird durch den Verschluss verstärkt und wenn der Kleber getrocknet ist, kann man den Deckel zudrehen, so dass am Ei nix passiert. Jetzt die Pfanne auf den Herd und Power auf die Herdplatte geben!


Wenn die Pfanne auf Temperatur ist, braucht man nur noch den Deckel vom Verschluss öffnen, das Ei kippen und das Eiklar fließt schön gemütlich in die Pfanne. Am Ende rutscht das Dotter bedächtig durch die Öffnung und kann punktgenau im Eiweiß positioniert werden. Das geht völlig stressfrei, da das Eigelb schon einige Sekunden braucht, bis es durchgeflutscht ist.


Wem ein ganzes Spiegelei zuviel ist, der kann mit dieser Technik auch nur ein halbes Ei braten, denn der Rest in der Schale ist ja verschließbar und kann zurück in den Kühlschrank. Während das Spiegelei langsam in der Pfanne vor sich hin brutzelt, hat man die Zeit, den Verschluss wieder von der Schale zu trennen. Wenn man ihn spült, kann er für das nächste Ei gleich wieder verwendet werden.


Das fertige Spiegelei vorsichtig aus der Pfanne operieren und das war’s dann schon. Na also, man(n) muss nur wollen, dann geht es doch.
Das Spiegelei war übrigens ganz doll lecker!

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