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Tigerseiten - Wörterbuch
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Jeder Mensch, der längere Zeit eine Katze im Haushalt beherbergt, versteht sehr schnell deren Sprache. Katzen können sich dem Menschen gegenüber recht klar ausdrücken, sei es durch bestimmte Laute oder durch Gesten. Hier einige Beispiele, wie Moritz mit uns kommuniziert, die aber auf fast alle Stubentiger übertragbar sind.

Wenn er von seinen nächtlichen Raubzügen morgens heimkommt, streicht er zuerst immer einmal an den Beinen entlang. Er markiert uns mit seinem Geruch und nimmt gleichzeitig die ihm vertrauten Gerüche auf.

Danach springt er gerne auf den Schoss und will Köpfchen geben. Schön, dass du wieder da bist, soll das heißen. (Wer hier wohl die ganze Nacht weg war)

Wenn der kleine Tiger dich mit der Nase anstubst, dann meint er 'Ich mag Dich gern'.

Wenn er ständig um die Beine schnurrt, dann ist das die unmißverständliche Aufforderung, die Futternäpfe zu füllen. (und zwar zügig)

Kommt Moritz mit seinem Tennisball angeschlürt, heißt das eindeutig, ich will jetzt spielen.

Wenn Menschen im Haus sind, die er nicht kennt, kommt er irgendwann um die Ecke, um sie zu beschnuppern. Das ist seine Art, jemanden kennenzulernen.

Wenn er anfängt, sich hektisch zu putzen, sollte man besser mal nachsehen, was er angestellt hat. Davon will er nämlich jetzt ablenken, weil ihm die Geschichte echt unangenehm ist.

Den Katzenbuckel und das gesträubte Fell kennen wir ja alle. Das ist reines Imponiergehabe und der Stubentiger will Eindruck machen.

Wenn er seine Krallen schärft, will er damit klarmachen, wer hier der Chef und natürlich der Größte ist.

Liegt der Tiger auf dem Rücken, darf man auch schon mal den Bauch kraulen. Aber dabei muß man bei Moritz auf der Hut sein. Plötzlich hat er keine Lust mehr und dann gibt's schnell ein paar Kratzer.


Laute, die die Katze von sich gibt

Das Schnurren einer Katze bedeutet größtenteil, das die Miezekatze gut drauf ist. Es kann allerdings sein, das sie je nach Situation sich selber damit beruhigt oder anderen überlegenen Katzen ihre Unterlegenheit signalisiert. Kleine Katzenbabys schnurren beim Säugen und Mama schnurrt kräftig zurück, das bedeutet dann, dass alles in bester Ordnung ist.

Wenn andere Kater bei uns herumlaufen, dann faucht er we ein echter Tiger. Das bedeutet unmißverständlich 'Hau ab'. (Klappt aber auch nicht immer)

Mit einem kurzen hellen Mau will er uns aufmerksam machen. (Hat bei Moritz auch meist was mit leeren Futternäpfen zu tun)

Ein kurzes Mau mit tieftraurigem Unterton (man hört das wirklich raus) soll uns sagen, das wir doch bitteschön von ihm Notiz nehmen sollen.

Wenn er mehrmals hintereinander maunzt, hat er gerade seine Plauderstunde. Den genauen Grund seiner Laberei kennt nur Moritz genau. Er kann gut zufrieden sein, vielleicht nörgelt er auch ein wenig rum, ihm kann aber auch langweilig sein. (Fast wie bei kleinen Kindern). Ein kurzes Maunzen heißt meist 'Guten Tag'.

Es gibt da noch ein ganz heiseres kurzes Mau, was er meist dann von sich gibt, wenn er gefressen hat. Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, was das bedeutet, aber bei Moritz denke ich, heißt das 'hätte ruhig etwas mehr im Napf sein können'.

Flehmen

Steigt der Katze ein aufregender Geruch in die Nase, nimmt sie eine recht interessante Körperhaltung ein. Das Tier sitzt völlig still da, den Kopf etwas nach vorne gestreckt, die Nasenlöcher weit offen und die Mundwinkel leicht zurückgezogen. So bleibt sie dann sitzen, bis die Wahrnehmung vorbei ist. Das nennt man Flehmen. Die Grimasse, die sie zieht, dient dazu, den verlockenden Duft über ein zweites Geruchsorgen, das Jacobson'sche Organ wahrzunehmen. Es befindet sich im Gaumenbereich und ist für die Geruchs- und Geschmacksaufnahme verantwortlich.

Treteln

Wohl mit die größte Liebeserklärung, die eine Katze dem Menschen machen kann. Leider ist es auch eine manchmal recht schmerzhafte Aktion. Das Tier trampelt leicht mit den Tatzen, wobei die Krallen ein- und ausgefahren werden. Junge Katzen treteln am Gesäuge der Mutter, um den Milchfluß anzuregen. Erwachsene Tiere tun dies, wenn sie sich rundum 'sauwohl' fühlen.

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