Archive for the ‘Bildliches’ Category

Kauziges

Gestern durfte ich in der Gegend von Billerbeck zusehen, wie kleine Käuzchen zum Beringen das erste mal ihre Brutröhre verlassen mussten. Eine handvoll flauschige Federbällchen.

Etwas nervös waren die kleinen Racker aber schon, was sich durch aktive Verdauung und regen Stuhlgang äußerte. Die junge Dame hier auf dem Bild konnte sich nach der ganzen Aktion umziehen, das Top sah echt „beschissen“ aus. 😉

Selbst die jungen Vögel haben schon diesen stechenden Raubvogelblick und irgendwie wirkt das immer ziemlich missgelaunt. Aber niedlich sind sie trotzdem und den Fototermin meisterten sie mit Bravour. In vier Wochen werden sie mit Flugübungen beginnen, dann ist das laue Leben in der kuscheligen Bruthöhle zu Ende. Etwas ungehalten war allerdings diese kleine Meise:

Sie hat hungrige kleine Mäuler zu stopfen und schien über Auflauf von Fotografen gestern in der Nähe ihres Nests nicht gerade begeistert zu sein. Aber der Instinkt zu füttern war größer als die Angst vor dem Menschen und so brauchte ihr Nachwuchs nicht wegen uns hungern.

 

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Pappsatt – oder so ähnlich …

… scheint mir der Bagger am Krankenhaus nun zu sein. Er hat sein Werk vollbracht und einen Altbau verspeist.

Noch ein wenig aufräumen und der Fall ist bis hierhin erledigt. Der nächste spektakuläre Abriss dürfte dann wohl im Herbst folgen, wenn der Ostflügel der Spaßkasse Sparkasse unter die Baggerschaufel gerät und das Stadtbild durch den Neubau gravierend verändert wird.

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Das Ende einer Ära

Da sind die letzten Reste  vom Bettentrakt des ehemaligen Versmolder Krankenhauses, für dessen Erhalt sich viele Bürger vor einiger Zeit engagiert haben. Genutzt hat aller Protest nichts, nun wütet der Bagger, hier parkt er mitten im ehemaligen Eingangsbereich.

Kampflos hat sich der alte Kasten allerdings nicht ergeben. Immer wieder gab es unvorhersehbare Probleme, da das angrenzende Gebäude momentan noch benötigt wird. So war viel Handarbeit beim Abriss nötig, teuer und zeitaufwendig. Eigentlich sollte schon vor Weihnachten alles erledigt sein, aber da hat man sich wohl verrechnet.

Am Ende wird der Bagger aber siegen, soviel ist sicher.

Nicht nur Bauschutt wirkt an diesem Samstag trist, selbst ein Fotospaziergang durch’s Bruch macht nicht so wirklich Spaß. Gegen das Wetter kann man sich natürlich passend anziehen, aber was man sieht ist nass, grau und schmodderig, der Wind treibt die Wolken vor sich her. Genau so trist wirkt das auch auf den Bildern.

Ich habe ein bisschen mit einem Graufilter herumgespielt und vom Stativ ca. eine Sekunde bei f22 belichtet. Das klappt aber auch nicht richtig, bei dem scharfen Wind schaukelt die Nikon auf dem Stativ wie ein Lämmerschwanz. Nix wie Misserfolge heute …

😉

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Novemberlicht …

… kann ja soooo schön sein. Hier einfach mal ein paar Stimmungen von Sonntag, dem 6. November, aufgenommen an der Möhnetalsperre am späten Nachmittag. Vorher aber noch ein paar Daten zu dem Bauwerk: Die Talsperre wurde 1913 in Betrieb genommen, die Staumauer ist 650 m. lang und bis zu 40 m. hoch. Es können bis zu 134, 5 Mio. m³ Wasser aufgestaut werden, das Wasser wird zur Versorgung des Ruhrgebiets benötigt. Die Wasserabgabe erfolgt über zwei Kraftwerke und dem Ausgleichsweiher unterhalb der Sperrmauer. Mit dem erzeugten Strom können bis zu 3500 Haushalte versorgt werden. Soviel nur kurz und knapp zur Info.

So mancher hat dort schon seine Liebe für immer ge- und verschlossen, wie man an den vielen symbolischen Schlössern sieht. Sie sind mehr oder weniger kunstvoll mit den Namen eines Paares verziert, den Schlüssel haben die Optimisten für ewig im hohen Bogen im Wasser versenkt.

Bei der Scheidungsrate heutzutage fand ich es erstaunlich, dass da niemand am tauchen war  …

😉

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Pfarrer Sebastian Kneipp …

… machte Wasserkuren und Wassertreten berühmt, ich folgte seinen Thesen und lustwandelte dann, wie gestern schon angekündigt, heute frohen Sinnes durch den elf (!!) Grad warmen Aabach.

Das dollste ist ja, dass es auch noch Spaß macht und verdammt gut tut. Ich wollte da gar nicht wieder raus. Die Tretstelle ist schon empfehlenswert und hinterher, wenn man dann endlich wieder das feste Schuhwerk am Fuße trägt, glühen einem die Socken. Ich werde das mal im Winter nochmals probieren, jetzt bin ich neugierig geworden.

Auf dem Kies kann man auch problemlos laufen, alles bestens. Gelaufen bin ich danach noch eine große Runde rund um das Tatenhauser Schloss. So bunt und prachtvoll wie in diesem Jahr habe ich den Herbst schon lange nicht mehr empfunden, das herrliche Wetter wird daran einen großen Anteil haben.

Der Tatenhauser Forst präsentierte sich jedenfalls wildromantisch.

Es ist paradox!  Im August beim Stadtfest oder auch im Juli beim Schützenfest habe ich mir den Hintern abgefroren und am 1. November ist es entschieden wärmer. Naja, das entschädigt ein wenig für den miesen Sommer.

😉

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Ganz viel Farbe …

… bringt der Herbst zurzeit ins Spiel und ganz besonders gut sieht man das im Stadtpark, der jetzt in der späten Nachmittagssonne zu einer kleinen, aber feinen, bunten Oase inmitten der Stadt wird. Spätestens der nächste Frost wird dem Schauspiel ein Ende bereiten und deshalb war heute auch ein kleiner Fotospaziergang für mich angesagt. Die Bilder sprechen für sich.

Die Blätter bilden ein „goldenes Dach“. Wer nix gegen nasse Füße hat, und bei dem Wetter tut eine kleine Abkühlung ja fast schon gut, kann sich auch seiner Schuhe und Strümpfe entledigen, ein Handtuch mitnehmen und eine Runde Wassertreten im Aabach. Mit Hilfe der Hans-Reinert-Stiftung wurde diese Wassertretstelle errichtet und vor kurzem eingeweiht. „Nach unseren Recherchen sind wir derzeit die einzige Kommune in der näheren Region, die eine solche Wassertretstelle in einem Naturgewässer anbietet”, betonte Bürgermeister Thorsten Klute bei der Eröffnung.

Ich denke, morgen werde ich da mal durchlatschen, heute fehlte mir das Handtuch. Ich bin nämlich wasserscheu.

🙂

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Bundesschützenfest 2011

Im Nachbarort Harsewinkel, Standort und Heimat der Claas-Werke,  fand am Wochenende das Bundesschützenfest 2011 statt. Neuer Bundeskönig der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften ist Thomas Stahl von der St.-Sebastianus-Bruderschaft Bassenheim in der Diözese Trier. Er setzte sich gegen 101 Mitbewerber beim Schießen durch. Heute am Sonntag fand der große Festumzug statt. Aber immer wieder Sonntags kommt nicht nur die Erinnerung, wie eine olle Schlagerkamelle uns weismachen will, sondern natürlich auch der Regen. Und der war mehr als hinderlich. Am Anfang des Zuges trabte alles, was auf vier Beinen unterwegs war oder von vier Beinen gezogen wurde.

So ab und an lässt der Hottemax aber auch mal was fallen und dafür waren die sofort nachfolgenden Herren mit der Schaufel zuständig, die ihre Arbeit auch so gut wie nur möglich machten.

Aber etwas bleibt ja immer kleben, sagt man, durch die Nässe ohnehin. Trotzdem kann die Straßenreinigung aufatmen, selbst der restliche Mist ist weg. Dafür sorgten die Damen in den langen Kleidern. Die taten mir nun wirklich leid. Es ist bestimmt kein Spaß, stundenlang in den nassen Klamotten bei gefühlten 13° C. unterwegs zu sein. Aber der Mist war weg. 😉

Der Umzug selber war aber schon beeindruckend und zog sich mehrere Stunden hin. Insgesamt hatten sich an diesem Wochenende 20.000 Schützen in Harsewinkel eingefunden und gefeiert. Unzählige Musikzüge sorgten für passende musikalische Untermalung und deren Anzahl und die Menge der marschierenden Vereine war immens. Da kommen so viele Bilder zusammen, die ich beim besten Willen hier nicht alle zeigen kann. Daher nur eine kleine Auswahl in kleinem Format, sonst sprengt das echt den Rahmen.

Etwas mehr Sonne und es wäre ein Fest der Farben gewesen. So richtig wohl fühlt sich da nur ein Quitscheentchen, die kann so richtig auf die Pauke hauen. 🙂

Ich hab ja nun quasi so in gewisser Weise viel Schützenfestsympathie und nun weiß ich auch, warum ich vielleicht doch noch in einen Verein gehen sollte. Das Mützchen macht’s.

Seine Videokamera bleibt trocken, meine arme Nikon hat mal wieder ein Vollbad genommen. Mit Hut wär das nicht passiert.

😉

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Der Herbst …

… und erst recht das herbstliche Wetter haben an den letzten Wochenenden so manchen geplanten Artikel hier buchstäblich „ins Wasser fallen lassen“. Meine leidgeprüfte Nikon hat so einige Vollwäschen hinter sich gebracht, zum Glück ohne Folgen. Daher richte ich mich heute mal nach dem Wetter, das ja hier ausgezeichnet war und betreibe ein wenig Schönwetterknipserei. Ausgesucht habe ich mir dafür den eigenen Garten. Im Laufe des Sommers habe ich hier im Rahmen der offenen Gartenpforten schon über einige Gärten berichtet, warum soll ich nicht auch mal ein paar Bilder aus dem eigenen Garten zeigen. Einige Blumen scheinen sich noch einmal gegen den Herbst aufzubäumen und blühen mit Macht, aber man sieht schon, dass es mit dem Jahr dem Ende entgegen geht. Das harte Licht trägt seinen Teil dazu bei.

Die Blüten der Topfpflanzen am Springbrunnen werden weniger, die Rosen halten sich dezent zurück. Das würde ich an ihrer Stelle genau so machen, wenn ich ständig nur „den Arsch von oben nass kriegen würde“. Die Bornholmer Mageriten …

… und der Enzian …

… sind angenehme Farbkleckse an dieser Stelle. Etwas weiter stehen die Sonnenblumen und haben in den letzten Tagen viel Mühe gehabt, gegen den steifen Wind anzukämpfen. Sie haben aber gewonnen und spielen heute mit dem Sonnenlicht.

Die Terrasse liegt am Nachmittag bereits im Schatten der Sträucher, die als Sichtschutz dienen. Die gelben Husarenknöpfchen sorgen noch für Farbe, ansonsten haben hier „die meisten Hühner für dieses Jahr gelegt“.

Und dann liegt da noch ein grauer alter Tiger in den Rabatten herum. Der ist auch schon im Herbst seines Katerlebens, aber bisher immer noch topfit und anhänglich wie eh und je. Moritz ist jetzt fast dreizehn Jahre alt und genießt genau wie ich völlig entspannt die Septembersonne.

Wir unterscheiden uns allerdings darin, dass ich nicht ständig beim Entspannen in der Botanik rumliege und selbige völlig platt drücke.  😉

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Das Gegenstück …

… zu den Fotos von gestern, nur damit nicht noch jemand meint, hier wäre nur Sommersonnenscheinidylle. 😉

Der Regen ist natürlich echt, das war das Schauer um 17:40 Uhr heute und kein künstlicher Filter. Für Fotofreaks die Exif-Daten: Blende 11, 1/40 Sek. mit aufstützen bei ISO 200 und 125 mm Brennweite. Und Richie, der immer wieder beanstandet, das Versmold hier im Blog Sommer hat, kann sich jetzt auch entspannt zurücklehnen – er hat recht, hier gallert es genau so viel wie bei ihm daheim. Punkt!

😉

Trotzdem will ich das letzte Wort haben, ein paar Minuten später sah es dann so aus und das ist doch schon fast wieder Sommer.

🙂

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Ich hab den Sommer gefunden !!

Jawoll, direkt und mitten hier in Versmold. Die Vielfalt der Blüten und Farben ist so richtig was für’s Auge. Sommerfeeling pur !!

Und wo findet man diese Blütenpracht: Direkt am Haus Kavenstroht neben der Realschule.

Wer Farben mag, der kann sich dort daran „satt sehen“.

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