19. August 2010
Den Hammer erzähl ich am Ende, erst mal das Positive.
Mitte nächster Woche ist wieder Schluss mit Lustig, der Urlaub ist rum. Aber ich muss zugeben, ich habe in den letzten Wochen einiges von meiner to-do-Liste abgearbeitet. Die ist jetzt wesentlich übersichtlicher. Aber gut erholt fühle ich mich auch, zwischendurch haben Chefin und ich uns immer mal wieder in der Gegend herumgetrieben. Mal auf dem Wasser …

oder auch mal in der Luft.

Einen teilweise recht interessanten Tag hatte ich bei einem Fotoworkshop an den Externsteinen.

Es ging vielfach um technische Finessen bei der Aufnahme, da war wenig Neues bei, aber als es um Farb- und Druckerprofile ging, habe ich doch noch Wertvolles gelernt. Meine Ausdrucke sehen jetzt wesenlich besser aus als der Standard-Abzug aus dem Großlabor. Ich bin begeistert.
Aber dann, vor einigen Tagen, fiel ich fast vom Stuhl. Die Stadt Halle/Westfalen hatte vor einigen Monaten einen Fotowettbewerb gestartet: Halle aus Sicht der Haller. Ich habe allerdings nicht daran teilgenommen. Um so erstaunter war ich, nach einem Hinweis eines Kollegen, als ich die drei Erstplazierten auf der Haller Webseite entdeckte. Der angebliche Gewinner des dritten Platzes stand dort mit im Bild und lächelte in die Kamera. Sein “Werk” hielt er stolz und gerahmt in den Händen, gut sichtbar. Es war diese Aufnahme vom Haller Bahnhof, die ich im Januar 2006 fotografiert hatte:

Der Kerl, der mir auch zu allem Übel noch persönlich bekannt ist, hat mein Bild aus der Fotocommunity geklaut und im Wettbewerb eingereicht. Hätte das jemand im München gemacht, hätte ich es nie erfahren. Das hier im Altkreis, buchstäblich vor meiner Haustüre, zu bewerkstelligen ist blanke Dummheit. Das kann nicht gutgehen. Was also tun, sprach Zeus. Da ich zwangsläufig beruflich öfter mit den Lümmel zu tun habe, kann ich ihn schlecht juristisch belangen. Ich habe ihn angerufen und nach kurzer Gegenwehr gab er auch zu, das es nicht sein Bild war. Ich hab ihm das Ultimatum gestellt, die Geschichte entweder bei der Stadt zu beichten oder ich erwäge juristische Schritte. Er hat nach einer schlaflosen Nacht den Gang nach Canossa gewählt und die Sache richtig gestellt und den Preis zurückgegeben. Ich denke mal, dieser Gang war Strafe genug. Es blutet einem schon etwas das Herz, wenn man sein eigenes Bild entdeckt und jemand anderes schmückt sich damit. Das muss ich nicht noch einmal haben, aber einen wirklich sicheren Schutz davor gibt es auch nicht.
Morgen, und jetzt wird es wieder positiv, beginnt das Stadtfest in Versmold. Ich freue mich auf drei tolle Tagen mit vielen Livebands und Events. Endlich mal wieder den rasenden Reporter spielen … 
4. Juli 2010
… hier mal wieder ein paar Worte zu schreiben. Der Juni war ein so ausgebuchter und vollgepackter Monat, das ich den Versmoldblog total vernachlässigt habe. Eine Feier nach der anderen, und durch die WM kommen zum Glück nochmals zwei Feten in der kommenden Woche dazu. Das Kind hat sein Fachabitur in der Tasche, Chefin musste ein neues Auto haben, etliche Leute sind ein Jahr älter geworden und meine Baustelle im Garten ist jetzt auch so gut wie beendet. Das bedeutet, das es nun auch hier wieder weiter gehen wird. Ich hab inzwischen schon fast vergessen, wie man eine Kamera vernünftig benutzt.
Das habe ich dann heute vormittag mal geübt und ein paar Eindrücke von meiner Gartengestaltung festgehalten:


Was noch fehlt, sind jetzt Töpfe, Pflanzen und der ganze Kleinkram, der alles erst urig und gemütlich macht. Zum Thema “gemütlich” hab ich zum Glück einen Spezialisten vor Ort, der sich in dem Genre bestens auskennt:

Das warme Wetter macht alte Kater müde. Ich meckere in diesem Jahr nicht über die Hitze, der Winter ist in meiner Erinnerung noch zu präsent. Also freue ich mich über diese traumhaften Tage, die dazu noch mit erstklassigen Fußballspielen garniert sind.
25. Mai 2010
… gehört zu den Bodenschätzen unserer Republik und ist inzwischen nicht mehr sonderlich gefragt. Warum das so ist, habe ich nie so wirklich verstanden, aber wie hart der Job unter Tage war und ist, das begreife ich so langsam. Am Sonntag fand das siebte Westfalentreffen auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen statt. Gefreut auf das Wiedersehen mit vielen netten Leuten habe ich mich schon seit Monaten, erfüllt wurden meine Erwartungen voll und ganz. Gelernt habe ich aber auch eine ganze Menge. Ich werde in Zukunft hoffentlich weniger schimpfen, wenn ich im Betrieb so dann und wann mal sehr unangenehme Aufgaben lösen muss, denn das steht in keinem Verhältnis zum Knochenjob unter Tage. Das Gelände ist außerdem ein El Dorado für Fotografen, allerdings muss man sich schon mit der Materie beschäftigen. Genau das habe ich nicht vorher getan. Daher sind meine Ergebnisse auch recht dürftig.

Bis zum Wochenende werde ich trotzdem einige Bilder bearbeiten und hier zeigen. Vielleicht kann ich dem einen oder anderem Leser Appetit machen, die Zeche auch einmal zu besuchen. Nur die netten westfälischen Blogger werden dann natürlich nicht dort sein. 
4. April 2010

… wieder keine Eier zu Ostern.
Tja, arme Sau !
Ich hab’s da besser, ich komme zum einen an Eier und zweitens hab’ ich dieses Jahr das Osterfeuer der Feuerwehr ganz nahe. Erstmalig findet es an der Kämpenstraße/Alte Landwehr statt. Das sind drei Minuten zu Fuß von mir aus. Wenn es trocken bleibt, wird es ein Vergnügen.
Allen Leserinnen und Lesern des Versmoldblogs wünsche ich frohe Osterfeiertage und hoffentlich auch etwas Sonne.
24. März 2010
… für all die vielen Glückwünsche zu meinem greisenhaften fünfzigsten Geburtstag. Wie sagte mein Schwiegervater gestern so treffend: “Die erste Hälfte haste geschafft, die Zweite endet meist tödlich”. Wo er recht hat hat er Recht.

Die Nachbarn haben auch keine Kosten und Mühen gescheut, seit gestern ragt nicht nur eine in den Farben von Arminia Bielefeld gebundene 50 stolz aus dem verfrorenen Rasen, Letzteren ziert auch ein großes Transparent, wie auf dem Bild zu sehen. Ich gebe zu, ich bin gebauchpinselt.
Und für alle, die diese Zahl noch vor sich haben und etwas entsetzt daran denken, sei gesagt: “Es gibt schlimmeres, bis jetzt bin ich immer noch ganz rüstig unterwegs”. 
22. März 2010
… so schön sein. Woher kennen die nur den Kater Moritz so genau, frage ich mich bei der Betreffzeile, in dem Screenshot gelb markiert.

Der arme Kater ist jetzt bestimmt völlig entrüstet.

Zumal ich ihn auch schon seit Monaten auf leichte Diät gesetzt habe … 
14. März 2010
… kehren gut, sagt man jedenfalls. Nachdem mein alter Besen, und ich rede da nicht von meiner Göttergattin, sondern der störrischen Nikon D70, immer unzuverlässiger kehrt, teste ich ab heute den neuen Besen.

Vom Handling her ist das keine große Umstellung. Das zwischen der D70 und der D90 ein paar Jahre liegen, bemerkt man an etlichen Kleinigkeiten und Funktionen, auch das Display ist um Welten besser. Den Videomodus muss ich nicht unbedingt haben, aber das scheint ja immer mehr in Mode zu kommen. Insgesamt denke ich aber schon, das wir beide gute Freunde werden können. 
21. Februar 2010
… war die traditionelle jährliche Boßeltour mit dem Kegelverein. Gegen den eisigen Wind und kleinere Schneeschauer konnte man beim besten Willen nicht antrinken. Da half nur Bewegung, Bewegung und nochmals Bewegung.

Am Ende war jeder froh, die Zielgaststätte erreicht zu haben. Grünkohl, was sonst, war dort angesagt. Somit wäre das für dieses Jahr auch erledigt. 
5. Februar 2010
Vor kurzem bekam ich einen Anruf von einer Reporterin des Westfalenblatt, ob sie wohl einen Artikel über mich und den Versmoldblog schreiben dürfe. Klar darf’se dat, hat’se auch gemacht.

Ich wusste zwar, dass dieser Artikel irgendwann erscheinen wird. Ich wusste aber nicht wann. Deshalb habe ich morgens beim Blick in die Zeitung im ersten Moment doch etwas “dusselig” aus der Wäsche geguckt, als ich mich selber dort in gedruckter Form ansah. Gefreut habe ich mich aber sehr darüber und fand ihn auch sehr nett geschrieben. Publicity ist immer gut. 
14. November 2009
Das war gestern, am 13.11. angesagt. Ich hatte nix besseres zu tun und bin darum auch mit Chefin und Kamera unter’m Arm durch die Straßen geschlendert. Das war eine gute Möglichkeit, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Das Nützliche war daran, dass ich schon eine halbe Ewigkeit weder Nachtaufnahmen und erst recht keine DRI’s fabriziert habe. Das habe ich gestern dann erledigt, sonst vergesse ich noch völlig, wie das geht.

Die teilnehmenden Geschäfte werden mit farbigen Leuchten angestrahlt, das sieht garnicht mal schlecht aus.

Das Ganze hat schon viel weihnachtlichen Flair, wobei mir das offen gestanden noch alles viel zu früh ist. Mir ist noch garnicht nach Weihnachten.
Aber soviel zum Nützlichen, das Angenehme war ein anschließendes gemütliches Abendessen mit Chefin im Lokal, denn die hab’ ich mir ja nicht aus Jux “untern Arm geklemmt” und mit durch die City geschleift. War auch mal wieder schön und gemütlich. 