Archive for the ‘Lokales’ Category

Der Wahlkampf tobt …

… in NRW im Endspurt und das geht auch an Versmold nicht spurlos vorbei. Hoher Besuch wurde erwartet und dafür hatte der Marktplatz sogar ein Dach bekommen für den Fall, dass es regnet. Eine starke Konstruktion. Dass es bei soviel Aufwand natürlich keinen Regen gab, ist ja klar und vergleichbar mit einem Regenschirm: Wenn man ihn nicht hat, dann schüttet es.

700 Menschen hatten sich versammelt um den Vorsitzenden der SPD, Sigmar Gabriel, reden zu hören. Aber zuerst einmal „wärmte“ der Kandidat des Wahlkreises, Georg Fortmeier,  die Zuhörer auf.

Er zählte die Punkte des Wahlprogramms und auch die Erfolge der SPD auf. Alles gut und schön, aber alle warteten auf den Parteichef. Der traf dann endlich um kurz vor sechs ein, bestens gelaunt. Routiniert versuchte er, professionell, humorvoll und hemdsärmelig im Auftreten, die Menschen zu erreichen und zu begeistern.

Dem Beifall nach zu urteilen ist ihm das auch an vielen Stellen seiner gut 25 Minuten dauernden Rede gelungen. Nur der Wunsch am Ende nach einem Bier blieb für Gabriel unerfüllt, denn er wurde sofort nach seiner Ansprache von vielen Menschen umringt und mit Fragen überhäuft. Auch der WDR wollte noch sein Interview mit ihm führen. Wahlkampfzeiten sind nun mal harte Zeiten für Spitzenpolitiker wie ihn. Ein Zuhörer am Rande schien mir sehr nachdenklich zu sein, manchem wird er bekannt sein.

Wahrscheinlich direkt vom Gehöft aus Kattenvenne angereist war Heinrich Schulte-Brömmelkamp. Er genoss ein lecker Eis am Rande der Reden.

Bauer Heinrich’s  Auftritt folgte noch und er lies zum guten Schluss die ganze Veranstaltung mit seinen humorvollen Sprüchen und Anekdoten ausklingen. Ob wenigstens er am Schluss ein Bier bekommen hat, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Ich hab meines jedenfalls gehabt …

😉

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Osterfeuer 2012

Blauer Himmel, kühles aber trocknes Wetter – die besten Voraussetzungen für ein gelungenes Osterfeuer. Während man im letzten Jahr bei sommerlichen Temperaturen bemüht war, so weit wie möglich vom heißen Feuer wegzukommen, war es diesmal genau umgekehrt. So nah ran wie möglich bitte. Um 19:30 Uhr wurde der große Haufen fachgerecht in Brand gesteckt.

Wie immer war die Freiwillige Feuerwehr Ausrichter der offiziellen Veranstaltung, die genau wie im letzten Jahr an der Ecke Alte Landwehr/Kämpenstraße mitten auf einem Acker stattfand. Wie nicht anders zu erwarten, können die Profis der Versmolder Wehr genau so gut zündeln wie löschen. Ruckzuck brannte der ganze Haufen lichterloh. Und wie heißt es doch so schön:“Wo Feuer ist da ist auch Rauch.“

Das Feuer war gut besucht, viele Versmolder haben den Weg dorthin gefunden, Taboriso sorgte für Musik, die Helfer von der Feuerwehr für Essen und Trinken. Konnte man es auch zu Anfang noch gut im aufgebauten Zelt aushalten, so zog es die Menschen bei Dunkelheit dann aber immer näher zum faszinierenden und vor allem wärmenden Feuer. Da nahm man auch Rauch und Asche in Kauf. Nur das Bierglas musste schneller wie gwöhnlich geleert werden, sonst hatte man durch die Hitze schnell „Glühwein“ im Glas. Meine Kamera sah heute morgen übrigens so „aschig“ aus, als wäre sie selber ein Raub der Flammen geworden. Putzen ist angesagt. 😉

Nixdestotrotz, ich bin immer wieder angetan von der Energie und der zerstörerischen Kraft, die von so einem Feuer ausgeht. Aber hier kann ja kaum was schief gehen, denn die Profis der Wehr waren vor Ort und die können nicht nur perfekt zündeln, die können auch gut löschen.

Frohe Ostern noch. 🙂

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Sünne Peider – Nachlese

Nun kann der Frühling kommen. Sünne Peider ist die erste Kirmes im Jahr in der Region, der Auftakt der Saison und für die Schausteller ein erstes Indiz, wie das Kirmesjahr verlaufen wird. Freitag war dieser Auftaskt noch etwas vernieselt, über Samstag und Sonntag allerdings dürften sich die Gewerbetreibenden nicht beschweren. Die Innenstadtkirmes war gut besucht bei Sonne, lauen Temperaturen und trockenem Wetter. Neben den üblichen Karussels, die hier in jedem Jahr gastierern, gab es auch wieder etwas Neues zu bestaunen. Wer einen stabilen Magen hat, der konnte im fliegenden Teppich eine großartige Aussicht über die Stadt genießen. Aber so mancher hat sich auch wohl etwas viel vorgenommen,  ich konnte selber beobachten, wie nach einer rasanten Fahrt einer der Helfer am Gerät flugs mit dem Wasserschlauch anrückte und die Spuren einer halb verdauten Mahlzeit geübt beseitigte. Dumm gelaufen. 😉

Wesentlich friedlicher ging es auf diesem antiken Kinderkarussel zu. Ein wundervolles Teil, liebevoll in Schuss gehalten und gepflegt. Bei dem Tempo könnte ich auch dort mitfahren.

Ganz anders sah das schon im neuen Konga aus. Das Fahrgeschäft Baujahr 2011 ist nur etwas für die ganz hartgesottenen Kirmesgänger und kann in Punkto  „Adrenalinstoß“  mit jeder Achterbahn locker mithalten.

Bis zu 45 Meter hoch schebt man in der Monsterschaukel den Wolken entgegen. Es wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben, wie man sich so’n Teil freiwillig antun kann.

Eine Fahrt kostete 5 Euro und das Ding war richtig gut besucht. Genau wie die Straßen der Innenstadt, wo sich an dem Wochenende die endlosen Besucherströme hindurch schoben.

Friedlich und ohne großartige Zwischenfälle ging die erste Kirmes des Jahres am Sonntagabend bei richtig schönem Wetter zuende. Hier sagt man immer, wenn Sünne Peider erst einmal gewesen ist, dann kommt auch der Frühling. Der Himmel schien ein gutes Vorzeichen zu senden, Konga war bis zum Abend hoch über den Dächern unterwegs und ich beendete mit Freunden den Kirmesrundgang ganz bodenständig vor den Theken der Stadt.

Ich bin dann doch mehr für das Gemütliche.

😉

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Stadtfestival 2012

Im August findet es auch in diesem Jahr wieder statt, das Stadtfestival, dessen Beliebtheit sowohl beim Publikum wie auch bei den Bands stetig steigt. Unmengen an Bewerbungen von Musikern und Gruppen liegen vor, nur ein kleiner Teil kann am Ende wirklich auftreten. Da wird genau hingeschaut, um wieder ein Top Programm zu bieten. Eine Gruppe ist aber jetzt schon fest gebucht, sie spielen dann zum dritten Mal in Folge in Versmold. Silent Seven. Bereits 2010, beim ersten Auftritt hier war ich restlos überzeugt, genau wie im letzten Jahr. 2012 wird es noch interessanter. In der Sendung „Unser Star für Baku“ kämpft unter anderem auch Yana Gercke für ihre Teilnahme am diesjährigen Grand-Prix in der Hauptstadt  Aserbaidschans. Sie ist Sängerin der oben genannten Band und liegt gut im Rennen.

Das Foto ist vom ersten Auftritt 2010. Ich drücke ihr ganz fest die Daumen, das es klappt. Dann hätten wir im August ein echten Star hier auf unserem Stadtfestival.

🙂

 

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Ausrangiert

Viel wurde in den letzten Monaten diskutiert, Ergebnisse sind aber wohl nicht in greifbarer Nähe. Es geht um die Bahnstrecke Ibbenbüren-Hövelhof. Nachdem im September 2010 bereits der Abschnitt zwischen Tecklenburg und Brochterbeck wegen eines Dammrutsches gesperrt wurde, folgte eine weitere Sperrung im September 2011 zwischen Bad Iburg und Bad Laer aus dem gleichen Grund. Beide Sperrungen liegen im nördlichen Teil der Strecke, der südliche Teil zwischen Versmold und Gütersloh ist noch durchgängig befahrbar. Der Zustand ist aber auf beiden Streckenabschnitten ähnlich desolat und sanierungsbedürftig, man lebt von der Substanz und die ist irgendwann zwangsläufig ausgelutscht. Zuletzt wurden sogar schon Stimmen laut, das der Verkehrskonzern Captrain, dessen Tochter TWE die Strecke betreibt, nur wenig Interesse am Erhalt des nördlichen Abschnitts hat. Es bleibt die Sorge um den Güterverkehr, der für Versmold ein wichtiger Standortfaktor ist. Firmen wie Brünninghaus, wo man jüngst vier Millionen Euro in den Standort investierte, und Transgas beziehen ihre Rohstoffe und Güter über die Bahn, was in Zeiten verstopfter Straßen nur positiv zu vermerken ist.

Im Herbst gab es plötzlich ein überraschendes Signal aus dem Landkreis Osnabrück. In der NOZ beteuerte Kreisrat Winfried Wilkens den festen Willen, die Strecke zu erhalten und eine Entwidmung zu verhindern. Was unterm Strich bedeutet, das sie in öffentliches Eigentum überführt wird. Dagegen posaunt aber die TWE mit Sitz in Berlin hinaus, es sein auch TWEs  langfristiges Ziel, die Strecke zu erhalten. Ja dann mal los. Der erste Dammrutsch ist schon 15 Monate her und außer viel Gerede ist wieder einmal nix passiert. Vor Jahren sollte sogar schon der Personenverkehr zwischen Verl und Harsewinkel wieder aufgenommen werden. Das würde helfen, die Strecke auch für die TWE wieder interessanter zu machen und stabilisiert den notwendigen Güterverkehr. Aber auch da ist bisherfür mich kein Fortschritt feststellbar.

Man fährt also munter weiter auf den alten Gleisen und wartet auf den nächsten Dammrutsch. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Es drängt sich mir jetzt unweigerlich der Gedanke auf, das dieses Thema vom Streckenbetreiber ausgesessen wird, bis die Trasse wirtschaftlich nicht mehr zu retten ist. Solch ein Bild wäre dann demnächst Vergangenheit.

Vergangenheit sind heute schon die Nostalgiezüge der Eisenbahntradition Lengerich, die nur noch bis Bad Iburg kommen. Und somit ist diese Aufnahme im Bruch fast schon historisch.

Und wenn ich das alles dann doch zu schwarz sehe, lasse ich mich auch gern eines Besseren belehren.

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Es werde Licht

Das heißt jetzt nicht, dass es bisher keine Straßenbeleuchtung in der Stadt gegeben hätte, aber demnächst wird sie nicht nur besser, sondern auch entschieden effizienter. Bereits vor Weihnachten wurden probeweise einige neue Lampenköpfe als Ersatz für die alten Langfeldleuchten mit 2 Leuchtstoffröhren in der Kämpenstraße installiert. Die neuen Leuchten mit LED-Technik bringen eine Leistungseinsparung von 60 % bei gleicher Lichtstärke.

Durch das kalte Weiss erscheint mir subjektiv gesehen die Helligkeit und Ausleuchtung sogar besser als vorher. Anfang der Woche nun wurden die ersten Pilzleuchten in der Straße „Am Bahndamm“ ausgetauscht. Ausgefeilte LED-Technik macht es möglich, durch einstellbare Reflektoren das Licht dorthin zu lenken, wo es gebraucht wird.

In den vorherigen Leuchten werkelten noch Quecksilberdampflampen, die ohnehin 2015 vom Markt genommen werden.  89 W betrug die Anschlussleistung jeder alten Leuchte, die moderne Technik begnügt sich bei gleicher Lichtstärke mit 38 W. Die Einsparung beträgt mehr als 60 % pro Leuchte. In den folgenden zwei Jahren soll der größte Teil der alten Straßenbeleuchtung erneuert werden.

Ich bin erstaunt, mit welchem Tempo die Entwicklung von LEDs voran geht. Im Haushalt habe ich bereits LED-Lampen im Einsatz und bin bisher begeistert. Sowohl Lichtfarbe als auch Lichtstärke entsprechen voll und ganz der guten ollen Glühlampe. Die Dinger kann ich so oft ein- und ausschalten wie ich lustig bin und die volle Helligkeit ist auch sofort da.  Und so viel teurer wie diese dämlichen Energiesparlampen mit all ihren Nachteilen sind sie nun auch nicht.

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Pappsatt – oder so ähnlich …

… scheint mir der Bagger am Krankenhaus nun zu sein. Er hat sein Werk vollbracht und einen Altbau verspeist.

Noch ein wenig aufräumen und der Fall ist bis hierhin erledigt. Der nächste spektakuläre Abriss dürfte dann wohl im Herbst folgen, wenn der Ostflügel der Spaßkasse Sparkasse unter die Baggerschaufel gerät und das Stadtbild durch den Neubau gravierend verändert wird.

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Wenn die Teutonen …

… aus ihren Hütten kommen und auf die Straße gehen, wie es Borgholzhausens Bürgermeister Clemens Keller so schön formulierte, dann sind sie richtig sauer. Richtig sauer waren gestern fast 2500 Menschen, die friedlich auf die Straße gingen und für den sofortigen Lückenschluss der A33 demonstrierten. Da gab es keinen Krawall, es waren Menschen wie du und ich, die enttäuscht und frustriert ihrem Ärger über die Bundes- und Landesregierung zum Ausdruck brachten. Kurz nach 15:00 Uhr, die B68 war in Halle bereits geperrt für den Verkehr, setzten sich die zwei Demonstrationzüge in Bewegung. Einer startete am Gerry-Weber-Stadion.

Ein zweiter Zug Demonstranten hatte sich am Busbahnhof gesammelt und kam genau von der anderen Seite.

Gemeinsames Ziel war der Haller Lindenplatz. Und der war dann auch gut gefüllt, als die Redner die Bühne betraten.

Diese Gruppe aus Cleve überraschte mit einem Handwagen mit eingebauter Musikanlage und untermalte die Veranstaltung zwischenzeitlich mit flotten Schlagern aus der Konserve.

Für viele war dies die erste Demonstration, an der sie teilnahmen, genau wie für Landrat Sven-Georg Adenauer, auf dem folgendem Bild am Rednerpult.

Geben Sie nicht eher Ruhe bis die Bagger rollen, so seine Botschaft an die Menge. Halles Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann forderte im Anschluss mit deutlichen Worten verbindliche Entscheidungen zum Weiterbau und lobte den Einsatz des Aktionsbündnisses. Für die Industrie sprach der Modeunternehmer Gerhard Weber, auf dem Bild ganz rechts zu sehen. Er kündigte an, auf persönliche Gespräche mit Bundes- und Landesverkehrsministerium zu drängen. Allerdings, so seine Einschätzung, werde wohl auch noch eine zweite Demo notwendig sein. Genau so kämpferisch eingestellt war dann noch Borgholzhausens Bürgermeister Clemens Keller, der unmissverständlich den Weiterbau mit den Worten „vollständig, lückenlos und zackig“ forderte. Vorher werde sich der Teutone nämlich nicht in seine Hütte zurückziehen.

Und damit könnte er wohl völlig recht haben. Die Veranstalter können zufrieden sein, die Erwartungen an die Teilnehmerzahl wurden noch übertroffen, das Ganze verlief völlig friedlich und hatte fast schon ein klein wenig Volksfestcharakter. Nun wird man abwarten müssen, wie dieses Zeichen aus der Region in Berlin und Düsseldorf wahrgenommen wird.

Zum Schluß noch ein Link, gestern hatte ich ja das Bild der leeren B68 gezeigt, auf diesem Video sieht man den Normalzustand dort.

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So verlassen …

… sieht man die B68 in Halle sonst nie. Hier am Nadelöhr beim Amtsgericht, wo sich jeden Monat 70.000 LKW’s durchzwängen, demonstrierten kurze Zeit nach dieser Aufnahme ca. 2500 Menschen für den sofortigen Lückenschluss der A33.

Und weil ich heute noch einen Termin habe, gibt es leider erst morgen einiges darüber hier zu sehen und zu lesen.

🙂

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Morgen ist Demo !!

Lange ist es her, als man mit der Planung der Autobahn 33 begann. Sie sollte die A1 mit der A44 verbinden. Die ersten Planungen erfolgten bereits in den sechziger Jahren, es folgten in den siebzigern Korrekturen der Trassenführung, in den achtzigern Umweltverträglichkeitsprüfungen. Geplant war sie anfangs flott, fertiggestellt ist sie aber immer noch nicht. Das ist wie mit Kindern, die kannste ruckzuck inner Besenkammer zeugen, aber bis die vernünftige Erwachsene sind, das braucht nun mal Zeit. Der Teil von Wünnenberg bis Bielefeld ist schon lange fertig, der ist schon fast wieder kaputt.  Von Belm bei Osnabrück aus führt ebenfalls ein Teilstück bis nach Borgholzhausen. Im Bau befindet sich momentan der Abschnitt von Bielefeld bis Steinhagen/ Künsebeck. Planungsrechtlich ist inzwischen auch alles auf Grün für den Lückenschluss zwischen Künsebeck und Borgholzhausen, der Baubeginn war angekündigt, als kurz vor Weihnachten die Hiobsbotschaft vom Bund kam, das die Kohle dafür nicht rausgerückt wird, weil man anderes für dringender hielte. Da gab’s erst lange, dann wütende Gesichter in der lokalen Politik und auch der Industrie, die dringend den Lückenschluss braucht, und das aus folgenden Gründen: Da hat man also eine Autobahn von Nord nach Süd, um die B68 vor dem absoluten Verkehrskollaps zu retten und mittendrin bei Halle Westfalen fehlen 12,6 Kilometer. Halle erstickt jetzt schon an Abgasen, Lärm und Feinstaub und dann wird es noch dicker kommen. Das würde im Sommer aufgrund der neuen Feinstaubregelung zwangsläufig zur mindestens einseitigen Sperrung der Bundesstraße führen, die mitten durch die Haller Innenstadt verläuft. Dann wäre wohl ein völliges Verkehrchaos die Folge, es gibt nur wenige Nebenstrecken zum Umleiten und die wären dann auch dicht. Pro Monat rollen ca. 70.000 LKW durch das Nadelöhr am Haller Amtsgericht. Die Zahl muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Dort passen man gerade zwei Brummis aneinander vorbei, so mit Hängen und Würgen, Platz ist da nicht mehr, erweitern geht auch nicht, die Anwohner der Bundesstraße haben die absolute die Ar***karte. Städte und Gemeinden der Region haben jetzt mächtig Druck auf  Bundesverkehrminister Peter Ramsauer gemacht, so dass er die Gelder dann doch wohl freigeben will. Aber den Brüdern in Berlin traut hier jetzt keiner mehr über den Weg und deshalb findet morgen ab 15:00 Uhr eine Demo des  „Aktionbündnis A33 sofort“ statt, um weiter Druck zu machen. Die B68 wird für zwei Stunden dafür gesperrt, erwartet werden mehrere tausend Menschen aus Halle und den Nachbargemeinden. Auch von Versmold gibt es einen kostenlosen Shuttlebus nach Halle. Das könnte eine der größten Kundgebungen im Altkreis werden.

Und genau da muss ich einfach dabei sein !!

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