29. August 2010
… allerdings das von gestern.

Dem Erfinder des Grauverlauffilter sei Dank, die düsteren Regenwolken lassen sich damit sehr dramatisch und wohlbelichtet ins Bild setzten. So ein schwerer regengeladener Himmel sieht schon, wie ich finde , interessant aus. So richtig wild wird es aber erst, wenn man das ganze in Schwarzweiss umwandelt. Dann wirkt es erst so richtig dramatisch.

So sah das gestern, am Samstag, vor dem Regenschauer am Nachmittag aus Richtung Bruch aus. Weltuntergangsstimmung pur. Ist doch viel spannender als immer nur blauer Himmel.
Schönen Sonntag.
27. August 2010
Das reicht jetzt schon so langsam mal aus, was da in den letzten 36 Stunden an Wasser runtergekommen ist. Obwohl, gegenüber Osnabrück und Steinfurt sind wir hier wieder mal mit 90 ltr. ganz gut dabei weggekommen. Der Aabach, dieser sonst ganz friedlich plätschernde Rinnsal, hat kräftig zugelegt. Am vergangenen Sonntag musste die Distanz beim Entenrennen noch wegen Wassermangel verkürzt werden, heute würden die meisten Enten vor den Brücken hängen bleiben oder wären in recht rasantem Tempo unterwegs.

An der Kirchhoff-Allee hat der Bach fast Straßenhöhe erreicht. Normalerweise fließt der zwei Meter tiefer.

Im Neubaugebiet an der Kämpenstraße dürfte manchen das Gefühl beschleichen, auf einer Insel gebaut zu haben. Das Wasser steht schon bis zum Gartentor.

Wenn man dem Wetterbericht glauben darf, dann sind nur noch einzelne Schauer zu erwarten. Somit dürfte der Spuk auch ganz flott wieder vorbei sein.
23. August 2010
Am Sonntag geht es dann doch etwas ruhiger zu, von 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr hatten viele Geschäfte in der Innenstadt geöffnet. Der Verein “Eisenbahntradition-Lengerich” sorgte mit seiner historischen Diesellok und stilechten Waggons für einen Pendelverkehr zwischen Bad Laer und Harsewinkel.
Eine starke Show zeigte die Tänzergruppe Capoeira aus Brasilien.

Die Gruppe befindet sich auf einer Tour durch Europa und legte auf der Stadtfestbühne eine rasante Show hin, Tanz und Akrobatik vom Feinsten. Von der Kraft und Körperbeherrschung kann ich nur träumen. Capoeira unterstützt mit ihren Auftritten ein Hilfsprojekt in Brasilien. Dort kümmern sich Helfer um die schulische Bildung von Straßenkindern in der Stadt Natal.
Die siegreiche Mannschaft im Buspulling wurden, wie sich das für einer Fleischerstadt gehört, die “Metzgergötter” der Firma Stockmeyer. Die Hessenmeister “Puranger”, die zwei Teams der “Vitalic Vikings” aus Gronau sowie die Grönegauer “Gessemske Bössels” mussten mit den Plätzen zwei bis fünf zufrieden sein. Und dann kam das Entenrennen.

Es ist immer wieder ein schöner Anblick, wenn die gelbe Horde an den Start geht. Die Rennstrecke wurde zum einen aufgrund des Wassermangels im Aabach etwas verkürzt, zum anderen war die Wetterprognose für die nächsten Stunden nicht gerade vielversprechend. Und dann ging es los.

Gemütlich und besonnen trieben die schwimmenden Hoffnungsträger mit ihrer Losnummer dem Ziel entgegen. 1900 Exemplare waren am Start, mit dem Erlös wird die Bürgerstiftung auch in diesem Jahr wieder einige soziale Projekte unterstützen. Der Regen hatte noch ein Einsehen, erst am frühen Abend beendete er ziemlich abrupt das Stadtfest 2010.

Zu dem Zeitpunkt konnte er aber den Erfolg der Veranstaltung nicht mehr schmälern.
Einige Bilder vom Stadtfest findet man in der Fotostrecke Stadtfest 2010
22. August 2010
Mit der obligatorischen Kissenschlacht und dem Fun-Wettbewerb im Buspulling ging es am Samstagnachmittag bei bestem Wetter weiter. 18 Teams beteiligten sich am Buspulling, mehrere Damenmannschaften waren ebenfalls am Start. Sonntag wird es dann ernst, da findet die 5. NRW-Meisterschaft in dieser Disziplin statt.

Musikalisch ging es ab 20:00 Uhr auf beiden Bühnen weiter. Am Marktplatz präsentierte Ferrari Küsschen eine turbolente A-Capella-Show, wobei denen der Schalk ständig im Nacken sitzt. Altbekanntes wird neu “gewürzt”, das unerwartete und manchmal auch etwas respektlose Ergebnis kann sich hören lassen.

Auf der Bühne am Rathaus war die schwedische Band “Lovestoned” zeitgleich aktiv. Ihren Stil beschreiben sie selber als eine Kombination aus Retro-Musik der 70er Jahre, angereichert mit frischen Gitarrenklängen. Das kann man gut hören, eine Musik mit eingebautem Sommerfeeling.

Kurz nach 21:00 Uhr gehörte die Bühne dann den Pink Sissies. Ich würde sie als spritzige Partyband mit verrückter Bühnenshow umschreiben. Sie dürften so ziemlich jeden Hit der Musikgeschichte in ihrem Repertoire haben. Ihnen ist es gelungen, das sonst etwas “trockene” Versmolder Publikum in Fahrt zu bringen. Und das ist nicht gerade einfach …

Am Marktplatz, der gestern Abend ebenfalls proppevoll war, gab es etwas ganz anderes zu hören: Cornerstone Roots aus Neuseeland hatten viel Reggae im Gepäck. Die Musiker sind in Neuseeland Teil der Roots-Bewegung. Die Texte stehen im Vordergrund, Soul und Bassklänge sind bestimmend.

Eine Überraschung in der kurzen Pause zwischen den Gruppen am Rathaus war diese junge Dame:

Organisator Reiner Stodiek, der immer auf der Suche nach etwas Neuem für das Stadtfest ist, startete sie sozusagen als Versuchsballon für einen Nachwuchswettbewerb, respektlos gesagt “Versmold sucht den Superstar”. Die 13jährige Denise war sehr aufgeregt bei ihrem ersten Auftritt, aber bereits nach den ersten Takten des Liedes “Valerie” überzeugte ihre Stimme, ein erstauntes Raunen ging durch die Menge und dem folgte ein tosender und begeisterter Applaus. Eine starke Stimme, die man so nie einer 13jährigen zuordnen würde. Da steckt noch viel Potential drin, ich denke, man hört noch von ihr.
Weitere Fotos gibt es in der Fotostrecke Stadtfest 2010
21. August 2010
Bei soviel hochkarätiger Live-Musik ist das kein Fest mehr, das ist schon ein Festival. Da hatte auch Petrus ein Einsehen und beteiligte sich angemessen mit feinstem Sommerwetter zur Eröffnung Freitag um 18:00 Uhr.

Die Fahrgeschäfte waren gut besucht und Essbares wird auch in allen Variationen angeboten. Wie heißt es doch so schön: “Versmold macht Appetit”. Das scheint so zu stimmen, denn die Menge der “Fressbuden” ist schon gewaltig.

“Ein Musikprogramm von einer derart guten Qualität hatten wir bisher noch nicht”, so die Aussage von Organisator Reiner Stodieck. Beginnen wir also mit Inner Materia, einer jungen Band hier aus Versmold, die sich im Herbst 2008 gründete und sich durchaus hören lassen kann. Ihre Musikrichtung beschreiben sie selbst mit Alternative Rock. Weiter so, mir hat’s gefallen.

Auf der Bühne am Marktplatz waren etwa zeitgleich Silent Seven aktiv. Der Name ist etwas geflunkert, es sind nur sechs Künstler und Still sind die erst recht nicht. Mit ihnen konnte das Publikum einen Streifzug durch die Rockgeschichte unternehmen. Die Band aus Hessen rockt seit 2009 in dieser Besetzung.

An der Rathausbühne ging dann um 20:30 die Post ab. Reefer Madness dürfte die wohl spektakulärste Band sein, die der Ruhrpott hervorgebracht hat. Die 9 Jungs stehen nicht eine Sekunde still, Handtücher werden zum Kultobjekt und ständig durch die Luft geschwungen. Bei soviel Action und Bewegung springt auch der Funke auf das Publikum über. Zu ihrer Musik sagen sie selber: “Wir mixen sportlichen Reggae und elektronischen Dancehall mit den reefer-typischen Ska-Einwürfen. Klingt kompliziert, hört sich aber klasse an.

Ihnen folgte um 22:30 das Highlight des Abends: The Rattles. Sie haben schon mit den Beatles und den Rolling Stones Musik gemacht und bestehen seit 50 Jahren. Zu ihren erfolgreichsten Liedern zählen “Come On And Sing” (1966) und “The Witch” (1970). Verlernt haben sie nichts in den vielen Jahren. Vor der Rathausbühne war es rappelvoll und die Stimmung absolut super.

Auf dem Marktplatz war zeitgleich Liza23 zu hören. Die junge Nachwuchsband aus München, die mit dem Bayrischen Musiklöwen geehrt wurde, spielte melodisch-punkigen Deutsch-Pop. Sie hätten sicherlich noch einige Zuhörer mehr verdient gehabt, aber die Rattles waren doch eine starke zeitgleiche Konkurenz.

So, das war ganz kurz und knapp das Programm von gestern. Gleich geht’s weiter mit Buspulling und vier weiteren Bands auf den zwei Bühnen. Ich bin schon neugierig …
Weitere Bilder gibt es in einer neuen Fotostrecke Stadtfest 2010
2. August 2010
Am Anfang war es nur ein Loch in der Wiese, nun nimmt es langsam und sicher Gestalt an - die Sparkassenarena.

Das von Architekt Dirk Stanczus entworfene Gebäude hilft, das Defizit an Sporthallen in Versmold wenigstens etwas auszugleichen. Möglich wurde der Bau erst durch das Engagement der Stadtsparkasse. Und heute war es nun soweit - Richtfest. Vertreter der Stadtverwaltung, die Vorstände der Sparkasse, Vertreter der verschiedenen Gewerke am Bau und etliche interessierte Bürger waren anwesend, als Thorsten Klute die Gäste begrüßte. Da die Dachkonstruktion aus Stahl besteht, fehlte allerdings der Zimmermann. Der Verwaltungschef nahm die Sache daher selber in die Hand und verlas den Richtspruch.

Flott und schmerzfrei trank er den obligatorischen “Kurzen” und schmiss das Glas im hohen Bogen auf den Betonboden, wo es klirrend zerbrach. Ein gutes Omen für die neue Halle.

Zugegeben, noch wirkt alles recht kahl. Es regnet auch durch, aber der Verwaltungschef war sich sicher, das der Mangel bis zur Einweihung im Januar behoben ist.
Das Dach beherbergt demnächst eine Photovoltaikanlage mit 40 KW Peek, die einen Gewinn von 4000,- Euro erwirtschaften wird, sofern denn die Sonne ihre Pflicht erfüllt.

Und um schon einmal ein Gefühl für volle Ränge zu entwickeln, übten die Gäste hier und heute die La Ola-Welle. Ich bin jetzt schon auf die Einweihungsparty neugierig und hoffentlich auch mit dabei. 
31. Mai 2010
Der Stadtpark ist in Versmold ein Schatz, von dem die wenigsten Leute wissen, dass es ihn gibt. Das hat sich gestern hoffentlich etwas geändert, denn zum ersten Mal fand ein “Picknick im Park” statt. Organisiert wurde es von der Bürgerstiftung zusammen mit der Hans-Reinert-Stiftung. Ziel war es, den Stadtpark für viele Besucher attraktiv zu machen. Genau das ist auch gelungen. Als ich um die Mittagszeit dort auftauchte, tummelten sich überraschend viele Besucher in der grünen Oase Versmolds. Der Regen hatte sich bisher vornehm zurückgehalten und die wenigen Angsttropfen schreckten wohl kaum einen ab, es sich unter den großen Bäumen oder auf der grünen Wiese gemütlich zu machen. Belohnt wurde das mit Sonnenstrahlen.

Zeitweise tummelten sich dort bis zu 300 Besucher. Während sich die Kinder auf der Spielwiese vergnügten, waren die Eltern an den Tischen oder unter den Pavillions bester Stimmung. Für musikalische Einlagen direkt an den Tischen sorgte “Plutos Dixie Delight”.

Bei den Ehrenamtlichen der Bürgerstiftung gab es Erdbeeren, Würstchen und Getränke zu kaufen, dazu kommen noch die Einnahmen aus den Platz- und Tischreservierungen. Sollte es einen Überschuss geben, so wird er in soziale Projekte investiert.

Ein Gewinner dieser Veranstaltung steht aber schon fest, das ist der Stadtpark. Attraktiver konnte er sich nicht präsentieren, daran ändert auch der Regen am späteren Nachmittag nichts.
24. Mai 2010
800 Kilometer lang ist sie, führt von Aachen bis Bielefeld und auch direkt durch Versmold - die Fußballroute NRW. Der Fußballerlebnispunkt hier wurde heute feierlich eröffnet. Zuerst kam der Bus. Nicht irgendein Bus, sondern der Original WM-Bus von 1954.

Ihm entstiegen unter anderem Medienvertreter und Organisatoren. Mancher mag nun fragen, was Versmold so Besonderes hat, um Teil der Route zu werden. Nun, hier ist das Objekt der Begierde:

Die Schuhe von Pelé, welche Klaus Rahe 1970 als 10-jähriger Junge gewonnen hatte. Über den materiellen Wert der Schuhe möchte Klaus Rahe sich nicht mehr äußern, denn der ideelle Wert ist ihm wichtiger. Die Schuhe, die hier im Original auf dem Bild zu sehen sind, lagern ansonsten gut und sicher im Tresor der Stadtsparkasse. Für die kommenden Besucher gibt ein gut gemachtes Hologramm im Schaukasten zu sehen. Es wäre unverantwortlich leichtsinnig, die Originale ‘mal eben so’ ins Fenster zu stellen.

Für Unterhaltung bei der Einweihung sorgte der Comedian Obel, der hier auf dem Bild mit dem Besitzer der wertvollen Schuhe zu sehen ist. Die Fußballroute ist sowohl mit dem Fahrrad als auch mit dem Auto abzufahren, 500 der 800 Kilometer langen Route sind inzwischen beschildert, der Rest folgt in den nächsten Tagen. Versmold ist dabei… 
26. April 2010
… ist die Ursache dafür, das es hier im Blog momentan etwas still geworden ist. Die letzten Tage habe ich draußen verbracht, denn ich habe so einige Baustellen im Garten aufgerissen. Jetzt liegt mir der ganze Mist vor den Füßen rum und dann will ich weiterkommen. Vor allem dann, wenn das Wetter so hervorragend wie am Wochenende war. In zwei bis drei Wochen, hoffe ich wenigstens, ist der Drops da draußen gelutscht.
In Versmold ist in den nächsten Wochen so einiges los und das werde ich mir auch von meiner Baustelle nicht vermasseln lassen. Am vergangenen Freitag war das Bitburger-Musik-Festival, an dem sich acht Lokale beteiligt haben und Live-Musik zu bieten hatten. Drei Beispiele habe ich mir rausgesucht, weil sie gut die Bandbreite der Bands zeigen.

In der Tulpe sang Peter O’ Mally irischen und englischen Folk, hatte aber ebenso Songs von Simon und Garfunkel, Cat Stevens oder Bap im Repertoire. Er begleitete sich auf der Gitarre und ich habe ihm mit Freude zugehört.

Bianca Shomburg mit ihrer Partyband “Graffiti” rockten bei Bröcker, der Laden war gerammelt voll und die Stimmung bestens. Eine kraftvolle mitreißende Stimme und knackiger Sound. Applaus dafür !!

Zarte Töne klangen durch die Tenne im Altstadthotel. Hier war nur leider die Akustik nicht so der Hit, man konnte nur mit Mühe zuhören. Cate Evans, begleitet von Torsten Wördemann, gaben aber ihr Bestes. Die Stimmung war auch hier sehr gut und der Laden voll bis unter die Decke. So ein Festival, da waren sich wohl alle Besucher einig, ist eine tolle Idee und die Versmolder Innenstadt wurde so einmal zur Partymeile. Schön war’s. 
19. April 2010
… ist der Himmel über Versmold. Nicht einmal ein Kondensstreifen trübt dieses herrliche tiefe Blau. Die Aschewolke kann man ja sowieso nicht sehen. Genau so ein traumhaftes Wetter wünsche ich den Gästen und den Organisatoren am 30 Mai. Dann heißt es “Picknick im Park”. Der Stadtpark lockt an diesem Tag hoffentlich viele Besucher an und verwandelt sich in einen kleinen Freizeitpark. Die Bürgerstiftung und die Hans Reinert Stiftung laden alle Versmolder in die grüne Oase Versmolds ein, der Eintritt ist natürlich frei. Jeder kann für sich oder die ganze Familie seinen Picknick-Korb packen und mitbringen und den Tag genießen. Wer mag, kann auch einen Platz am Tisch für 5,- Euro reservieren oder, wenn die Familie etwas umfangreicher ist, für 40,- Euro einen kompletten Tisch mieten. Das wäre übrigens auch für Vereine eine interessante Sache.

Foto: Bürgerstiftung Versmold
Die Kinder sind auch versorgt, eine Hüpfburg, Riesen-Kicker-Spiel, Sackhüpfen und auf die Torwand schießen bescheren den Eltern ruhige Stunden. Ein Bratwurst- und ein Getränkestand versorgen diejenigen, die keinen Korb packen wollen. Die Einnahmen stecken sich die Organisatoren, die Bürgerstiftung Versmold sowie die Hans Reinert Stiftung, natürlich nicht in die eigene Tasche, sondern unterstützen damit gemeinnützige Projekte hier vor Ort. Die Hans Reinert Stiftung, die sich umfassend für die Belebung des Versmolder Stadtparks einsetzt, möchte mit dieser Aktion auch Appetit machen, dieses kleine Paradies häufiger zu besuchen.