Archive for August, 2010

Preisgestaltung …

… der etwas anderen Art:

Gesehen in einem Modegeschäft in Halle/Westfalen. Das ist nur 20 Km von hier entfernt, aber irgendwie scheint da doch was völlig anders zu laufen als hier im Ort, jedenfalls bei der Preisgestaltung. 🙂

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Und nun das Wetter …

… allerdings das von gestern. 🙂

Dem Erfinder des Grauverlauffilter sei Dank, die düsteren Regenwolken lassen sich damit sehr dramatisch und wohlbelichtet ins Bild setzten. So ein schwerer regengeladener Himmel sieht schon, wie ich finde , interessant aus. So richtig wild wird es aber erst, wenn man das ganze in Schwarzweiss umwandelt. Dann wirkt es erst so richtig dramatisch.

So sah das gestern, am Samstag, vor dem Regenschauer am Nachmittag aus Richtung Bruch aus. Weltuntergangsstimmung pur. Ist doch viel spannender als immer nur blauer Himmel. 😉

Schönen Sonntag.

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Regenwetter

Das reicht jetzt schon so langsam mal aus, was da in den letzten 36 Stunden an Wasser runtergekommen ist. Obwohl, gegenüber Osnabrück und Steinfurt sind wir hier wieder mal mit 90 ltr. ganz gut dabei weggekommen. Der Aabach, dieser sonst ganz friedlich plätschernde Rinnsal, hat kräftig zugelegt. Am vergangenen Sonntag musste die Distanz beim Entenrennen noch wegen Wassermangel verkürzt werden, heute würden die meisten Enten vor den Brücken hängen bleiben oder wären in recht rasantem Tempo unterwegs.

An der Kirchhoff-Allee hat der Bach fast Straßenhöhe erreicht. Normalerweise fließt der zwei Meter tiefer. 😉

Im Neubaugebiet an der Kämpenstraße dürfte manchen das Gefühl beschleichen, auf einer Insel gebaut zu haben. Das Wasser steht schon bis zum Gartentor.

Wenn man dem Wetterbericht glauben darf, dann sind nur noch einzelne Schauer zu erwarten. Somit dürfte der Spuk auch ganz flott wieder vorbei sein.

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Stadtfest – der Sonntag

Am Sonntag geht es dann doch etwas ruhiger zu, von 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr hatten viele Geschäfte in der Innenstadt geöffnet.  Der Verein „Eisenbahntradition-Lengerich“ sorgte mit seiner historischen Diesellok und stilechten Waggons für einen Pendelverkehr zwischen Bad Laer und Harsewinkel.

Eine starke Show zeigte die Tänzergruppe Capoeira aus Brasilien.

Die Gruppe befindet sich auf einer Tour durch Europa und legte auf der Stadtfestbühne eine rasante Show hin, Tanz und Akrobatik vom Feinsten. Von der Kraft und Körperbeherrschung kann ich nur träumen. Capoeira unterstützt mit ihren Auftritten ein Hilfsprojekt in Brasilien. Dort kümmern sich Helfer um die schulische Bildung von Straßenkindern in der Stadt Natal.

Die siegreiche Mannschaft im Buspulling wurden, wie sich das für einer Fleischerstadt gehört, die „Metzgergötter“ der Firma Stockmeyer. Die Hessenmeister „Puranger“, die zwei Teams der „Vitalic Vikings“ aus Gronau sowie die Grönegauer „Gessemske Bössels“ mussten mit den Plätzen zwei bis fünf zufrieden sein. Und dann kam das Entenrennen.

Es ist immer wieder ein schöner Anblick, wenn die gelbe Horde an den Start geht. Die Rennstrecke wurde zum einen aufgrund des Wassermangels im Aabach etwas verkürzt, zum anderen war die Wetterprognose für die nächsten Stunden nicht gerade vielversprechend. Und dann ging es los.

Gemütlich und besonnen trieben die schwimmenden Hoffnungsträger mit ihrer Losnummer dem Ziel entgegen. 1900 Exemplare waren am Start, mit dem Erlös wird die Bürgerstiftung auch in diesem Jahr wieder einige soziale Projekte unterstützen. Der Regen hatte noch ein Einsehen, erst am frühen Abend beendete er ziemlich abrupt das Stadtfest 2010.

Zu dem Zeitpunkt konnte er aber den Erfolg der Veranstaltung nicht mehr schmälern.

Einige Bilder vom Stadtfest findet man in der Fotostrecke Stadtfest 2010

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Stadtfest – der Samstag

Mit der obligatorischen Kissenschlacht und dem Fun-Wettbewerb im Buspulling ging es am Samstagnachmittag bei bestem Wetter weiter. 18 Teams beteiligten sich am Buspulling, mehrere Damenmannschaften waren ebenfalls am Start. Sonntag wird es dann ernst, da findet die 5. NRW-Meisterschaft in dieser Disziplin statt.

Musikalisch ging es ab 20:00 Uhr auf beiden Bühnen weiter. Am Marktplatz präsentierte Ferrari Küsschen eine turbolente A-Capella-Show, wobei denen der Schalk ständig im Nacken sitzt. Altbekanntes wird neu „gewürzt“, das unerwartete und manchmal auch etwas respektlose Ergebnis kann sich hören lassen.

Auf der Bühne am Rathaus war die schwedische Band „Lovestoned“ zeitgleich aktiv. Ihren Stil beschreiben sie selber als eine Kombination aus Retro-Musik der 70er Jahre, angereichert mit frischen Gitarrenklängen. Das kann man gut hören, eine Musik mit eingebautem Sommerfeeling.

Kurz nach 21:00 Uhr gehörte die Bühne dann den Pink Sissies. Ich würde sie als spritzige Partyband mit verrückter Bühnenshow umschreiben. Sie dürften so ziemlich jeden Hit der Musikgeschichte in ihrem Repertoire haben. Ihnen ist es gelungen, das sonst etwas „trockene“ Versmolder Publikum in Fahrt zu bringen. Und das ist nicht gerade einfach …

Am Marktplatz, der gestern Abend ebenfalls proppevoll war, gab es etwas ganz anderes zu hören: Cornerstone Roots aus Neuseeland hatten viel Reggae im Gepäck. Die Musiker sind in Neuseeland Teil der Roots-Bewegung. Die Texte stehen im Vordergrund, Soul und Bassklänge sind bestimmend.

Eine Überraschung in der kurzen Pause zwischen den Gruppen am Rathaus war diese junge Dame:

Organisator Reiner Stodiek, der immer auf der Suche nach etwas Neuem für das Stadtfest ist, startete sie sozusagen als Versuchsballon für einen Nachwuchswettbewerb, respektlos gesagt „Versmold sucht den Superstar“. Die 13jährige Denise war sehr aufgeregt bei ihrem ersten Auftritt, aber bereits nach den ersten Takten des Liedes „Valerie“ überzeugte ihre Stimme, ein erstauntes Raunen ging durch die Menge und dem folgte ein tosender und begeisterter Applaus. Eine starke Stimme, die man so nie einer 13jährigen zuordnen würde. Da steckt noch viel Potential drin, ich denke, man hört noch von ihr.

Weitere Fotos gibt es in der Fotostrecke Stadtfest 2010

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Stadtfest – Der Freitag

Bei soviel hochkarätiger Live-Musik ist das kein Fest mehr, das ist schon ein Festival. Da hatte auch Petrus ein Einsehen und beteiligte sich angemessen mit feinstem Sommerwetter zur Eröffnung Freitag um 18:00 Uhr.

Die Fahrgeschäfte waren gut besucht und Essbares wird auch in allen Variationen angeboten. Wie heißt es doch so schön: „Versmold macht Appetit“. Das scheint so zu stimmen, denn die Menge der „Fressbuden“ ist schon gewaltig. 😉

„Ein Musikprogramm von einer derart guten Qualität hatten wir bisher noch nicht“, so die Aussage von Organisator Reiner Stodieck. Beginnen wir also mit Inner Materia, einer jungen Band hier aus Versmold, die sich im Herbst 2008 gründete und sich durchaus hören lassen kann. Ihre Musikrichtung beschreiben sie selbst mit Alternative Rock. Weiter so, mir hat’s gefallen.

Auf der Bühne am Marktplatz waren etwa zeitgleich Silent Seven aktiv. Der Name ist etwas geflunkert, es sind nur sechs Künstler und Still sind die erst recht nicht. Mit ihnen konnte das Publikum einen Streifzug durch die Rockgeschichte unternehmen. Die Band aus Hessen rockt seit 2009 in dieser Besetzung.

An der Rathausbühne ging dann um 20:30 die Post ab. Reefer Madness dürfte die wohl spektakulärste Band sein, die der Ruhrpott hervorgebracht hat. Die 9 Jungs stehen nicht eine Sekunde still, Handtücher werden zum Kultobjekt und ständig durch die Luft geschwungen. Bei soviel Action und Bewegung springt auch der Funke auf das Publikum über. Zu ihrer Musik sagen sie selber: „Wir mixen sportlichen Reggae und elektronischen Dancehall mit den reefer-typischen Ska-Einwürfen. Klingt kompliziert, hört sich aber klasse an. 😉

Ihnen folgte um 22:30 das Highlight des Abends: The Rattles. Sie haben schon mit den Beatles und den Rolling Stones Musik gemacht und bestehen seit 50 Jahren. Zu ihren erfolgreichsten Liedern zählen „Come On And Sing“ (1966) und „The Witch“ (1970). Verlernt haben sie nichts in den vielen Jahren. Vor der Rathausbühne war es rappelvoll und die Stimmung absolut super.

Auf dem Marktplatz war zeitgleich Liza23 zu hören. Die junge Nachwuchsband aus München, die mit dem Bayrischen Musiklöwen geehrt wurde, spielte melodisch-punkigen Deutsch-Pop. Sie hätten sicherlich noch einige Zuhörer mehr verdient gehabt, aber die Rattles waren doch eine starke zeitgleiche Konkurenz.

So, das war ganz kurz und knapp das Programm von gestern. Gleich geht’s weiter mit Buspulling und vier weiteren Bands auf den zwei Bühnen. Ich bin schon neugierig … 🙂

Weitere Bilder gibt es in einer neuen Fotostrecke Stadtfest 2010

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Zusammenfassung und ein echter Hammer !!

Den Hammer erzähl ich am Ende, erst mal das Positive. 😉

Mitte nächster Woche ist wieder Schluss mit Lustig, der Urlaub ist rum. Aber ich muss zugeben, ich habe in den letzten Wochen einiges von meiner to-do-Liste abgearbeitet. Die ist jetzt wesentlich übersichtlicher. Aber gut erholt fühle ich mich auch, zwischendurch haben Chefin und ich uns immer mal wieder in der Gegend herumgetrieben. Mal auf dem Wasser …

oder auch mal in der Luft.

Einen teilweise recht interessanten Tag hatte ich bei einem Fotoworkshop an den Externsteinen.

Es ging vielfach um technische Finessen bei der Aufnahme, da war wenig Neues bei, aber als es um Farb- und Druckerprofile ging, habe ich doch noch Wertvolles gelernt. Meine Ausdrucke sehen jetzt wesenlich besser aus als der Standard-Abzug aus dem Großlabor. Ich bin begeistert.

Aber dann, vor einigen Tagen, fiel ich fast vom Stuhl. Die Stadt Halle/Westfalen hatte vor einigen Monaten einen Fotowettbewerb gestartet: Halle aus Sicht der Haller. Ich habe allerdings nicht daran teilgenommen. Um so erstaunter war ich, nach einem Hinweis eines Kollegen, als ich die drei Erstplazierten auf der Haller Webseite entdeckte. Der angebliche Gewinner des dritten Platzes stand dort mit im Bild und lächelte in die Kamera. Sein „Werk“ hielt er stolz und gerahmt in den Händen, gut sichtbar. Es war diese Aufnahme vom Haller Bahnhof, die ich im Januar 2006 fotografiert hatte:

Der Kerl, der mir auch zu allem Übel noch persönlich bekannt ist, hat mein Bild aus der Fotocommunity geklaut und im Wettbewerb eingereicht. Hätte das jemand im München gemacht, hätte ich es nie erfahren. Das hier im Altkreis, buchstäblich vor meiner Haustüre, zu bewerkstelligen ist blanke Dummheit. Das kann nicht gutgehen. Was also tun, sprach Zeus. Da ich zwangsläufig beruflich öfter mit den Lümmel zu tun habe, kann ich ihn schlecht juristisch belangen. Ich habe ihn angerufen und nach kurzer Gegenwehr gab er auch zu, das es nicht sein Bild war. Ich hab ihm das Ultimatum gestellt, die Geschichte entweder bei der Stadt zu beichten oder ich erwäge juristische Schritte. Er hat nach einer schlaflosen Nacht den Gang nach Canossa gewählt und die Sache richtig gestellt und den Preis zurückgegeben. Ich denke mal, dieser Gang war Strafe genug. Es blutet einem schon etwas das Herz, wenn man sein eigenes Bild entdeckt und jemand anderes schmückt sich damit. Das muss ich nicht noch einmal haben, aber einen wirklich sicheren Schutz davor gibt es auch nicht.

Morgen, und jetzt wird es wieder positiv, beginnt das Stadtfest in Versmold. Ich freue mich auf drei tolle Tagen mit vielen Livebands und Events. Endlich mal wieder den rasenden Reporter spielen … 😉

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Die Arena:

Am Anfang war es nur ein Loch in der Wiese, nun nimmt es langsam und sicher Gestalt an – die Sparkassenarena.

Das von Architekt Dirk Stanczus entworfene Gebäude hilft, das Defizit an Sporthallen in Versmold wenigstens etwas auszugleichen. Möglich wurde der Bau erst durch das Engagement der Stadtsparkasse. Und heute war es nun soweit – Richtfest. Vertreter der Stadtverwaltung, die Vorstände der Sparkasse, Vertreter der verschiedenen Gewerke am Bau und etliche interessierte Bürger waren anwesend, als Thorsten Klute die Gäste begrüßte. Da die Dachkonstruktion aus Stahl besteht, fehlte allerdings der Zimmermann. Der Verwaltungschef nahm die Sache daher selber in die Hand und verlas den Richtspruch.

Flott und schmerzfrei trank er den obligatorischen „Kurzen“ und schmiss das Glas im hohen Bogen auf den Betonboden, wo es klirrend zerbrach. Ein gutes Omen für die neue Halle.

Zugegeben, noch wirkt alles recht kahl. Es regnet auch durch, aber der Verwaltungschef war sich sicher, das der Mangel bis zur Einweihung im Januar behoben ist. 😉

Das Dach beherbergt demnächst eine Photovoltaikanlage mit 40 KW Peek, die einen Gewinn von 4000,- Euro erwirtschaften wird, sofern denn die Sonne ihre Pflicht erfüllt.

Und um schon einmal ein Gefühl für volle Ränge zu entwickeln, übten die Gäste hier und heute die La Ola-Welle. Ich bin jetzt schon auf die Einweihungsparty neugierig und hoffentlich auch mit dabei. 🙂

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