Archive for Mai, 2011

Ja der Herr Immig …

… welch eine Freude.

Ihn traf ich gestern in der Emsstraße. Er ist Teil der Alttagsmenschen von Christel Lechner, die zurzeit in Emsdetten ausgestellt sind. Eigentlich lebt Herr Immig ja in Dortmund-Huckade, wie Frau Lechner bei der Eröffnung der Ausstellung verraten hat. Als stumme Beobachter stehen die Fuguren in der Innenstadt verteilt und wirken dabei doch so lebendig.  Man muss die Augen schon aufhalten, denn nicht immer stehen sie im Vordergrund. Diese zwei Tratschtanten hätte ich fast übersehen.

Die drei Damen beim Kaffeeklatsch im Innenhof des St.Josef-Stift strahlen eine ungeheuere Zufriedenheit aus, die ich mir zu Anfang nicht so ganz erklären konnte.

Erst auf den zweiten Blick über die Schulter fielen mir die vielen leeren Chardonnay-Flaschen auf dem Tisch auf. Naja, nach zwei Pullen des edlen Gesöffs wäre ich auch gut zufrieden.

Über 80 lebensgroße Betonfiguren sind in der Stadt noch bis zum 12. Juli zu sehen und Herr Immig wird weiterhin das Treiben in der Emsstraße beobachten. Ich muss gestehen, mich faszinieren die Figuren jedesmal aufs neue. Bereits 2009 waren Figuren in Telgte und Wiedenbrück zu Gast.

Nicht nur die Alltagsmenschen waren in Emsdetten gestern zu Gast, auch einige alte und neue Bekannte aus dem Internet konnten Göttergattin und ich wiedersehen bzw. kennenlernen. Und wie immer zog ein lustiger Haufen fotowütiger Zeitgenossen mit viel Spaß und guter Laune durch die Gegend. Dabei kommt dann meist nur Unfug raus:

Und was die Fotografin unter dem Rock trägt, das verrate ich nicht … 😉

 

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Marienfelder Fahrradfrühling

Nun muss ich zuerst einmal zugeben, dass ich Fahrräder persönlich überhaupt nicht ausstehen kann. Nixdestotrotz habe ich mich aber in den Klosterhof vom Kloster Marienfeld getraut. Dort gab es viel zu sehen zum Thema Fahrrad. Dorthin habe ich natürlich nur ganz kurz geschaut. 😉

Das Wetter war hier im Kreis Gütersloh ja wieder einmal sehr gnädig, einige dunkle Wolken und ein paar dicke Tropfen, damit konnte man das Thema Unwetter zügig ad acta legen. Viel spannender wie das Wetter waren auch die Darbietungen am Rande. Was mit Körperbeherrschung alles möglich ist, zeigt das folgende Bild:

Im Stand balancierten die Wettbewerber ihr Rad aus und sprangen ebenfalls aus dem Stand damit über die Stange. Wozu so ein Rad doch alles gut ist. Ein weiterer Meister der Balance war dieser Herr auf dem Einrad. Ich kann nix davon, weder Einrad fahren noch Bälle jonglieren. Ich hab‘ mit zwei Rädern schon Not genug.

Außer mit dem Fahrrad ntürlich konnte man Marienfeld auch mit Volldampf im Zug erreichen. Der Verein Eisenbahntradition pendelte mit der Dampflok zwischen Gütersloh und Lengerich. Schade für mich nur, das der Haltepunkt Marienfeld als Fotopunkt denbar ungeeignet ist. Dort steht überall was im Wege ‚rum. Ich gestehe, Dampflok fahren finde ich viel spannender als Fahrrad fahren.

Nachdem ich, wie schon eingangs erwähnt, wenig von den Fahrrädern gesehen habe, ging es meiner Göttergattin völlig anders. Mit verklärten Augen schlenderte sie durch die Mengen der angebotenen Räder und komplettierte ihre Wunschliste. Ich sehe das Unheil schon deutlich auf mich zukommen – demnächst geht die Strampelei wieder los. 😉

Zum Schluss noch ein paar Worte zum Kloster: Die Kirche war frei zugänglich und ich war schon sehr beeindruckt von dem, was die hohen Mauern zu bieten hatten. Ich habe nirgendwo ein Fotografierverbot gefunden, deshalb habe ich munter drauflos geknipst und wollte eigentlich auch ein paar Bilder vom Inneren der Kirche zeigen. Viel mehr sieht man davon aber auf der Webseite des Fördervereins. Fotos kann ich mir hier somit sparen. Dort gibt es zwei Alben, auf denen etliche Ansichten zu sehen sind.

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Spargelmarkt

Zum neunten Mal fand heute der Spargelmarkt in Bockhorst statt und, wie der Name schon sagt, spielt Spargel dabei die Hauptrolle. Rund um die Kirche gibt es allerlei Köstlichkeiten zu genießen, vom saisonüblichen Gerichten bis hin zur eigens für den Markt erfundenen Spargelbratwurst. Abgesehen von kurzen Aprilschauern im Mai war das Wetter auch erträglich und der Dorfkern gut besucht.

Beim Heimatverein pflegte man das Brauchtum, hier wurde gesponnen und gewebt bis zum fertigen Leinen.

Seit einem Jahr gibt es die Grenzgängerroute Teuto-Ems, ein inzwischen sehr beliebter Radwanderweg. Der Weg streift natürlich auch Bockhorst und so kommt die Kirche zu der Ehre, offizielle Radwegekirche zu werden. Sie erfüllt die notwendigen Kriterien: Die Nähe eines Radweges, sie ist frei zugänglich und bietet eine Ortschaft zum rasten. Superintendent Walter Hempelmann und Bürgermeister Thorsten Klute enthüllten das Hinweisschild an der Kirche.

Nicht fehlen durfte auch eine Vorführung des Bockhorster Löschzuges. Eindrucksvoll wurde mit schwerem Gerät die Rettung eines Unfallopfers aus einem Fahrzeug demonstriert. Aus einer Limousine fertigten die Herren in windeseile ein Cabrio.

Die Gegend um Bockhorst wurde ebenfalls gewürdigt. Die heimischen Jäger lockten den Besucher mit einer Planwagenfahrt in das Naturschutzgebiet Salzenteichs Heide. Fazit: Der Markt war wieder einmal die gelungene Präsentation eines einladenden kleinen Dorfes.

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Offene Gartenpforte

Wenn man, so wie ich, einen Garten hat, aber keine so rechte Ahnung davon, wie man ihn attraktiv gestalten kann, dann wird es Zeit sich ein wenig in anderen Gärten umzuschauen. Beste Gelegenheit dazu bietet die Aktion „Offene Gartenpforten in der Ravensberger Landschaft„. Sonntags zwischen 11:00 und 18:00 Uhr kann sich jeder für 2,-€ Eintritt in den teilnehmenden Gärten umschauen und Ideen sammeln oder einfach nur staunen und genießen. Genau das habe ich heute vormittag im Garten Koralewski/Beuge getan.

Der naturnahe Garten außerhalb Versmolds gelegen bietet neben einer Streuobstwiese, einem Schwimmteich direkt am Haus und einem Bienenstand auch viele gemütliche Sitzplätze zum verweilen und entspannen. In diesem Garten darf Mutter Natur noch selber ‚mitgärtnern‘. Nichts ist steril gestaltet, wie man es oft in streng gepflgten Vorgärten sieht. Gebäude und Garten harmonieren auf eine angenehme Weise.

Der Clou ist der Schwimmteich, der direkt am Haus liegt. Eine ganz feine Sache bei warmen Wetter. Beeindruckt bin ich auch in diesem Garten wieder von den vielen liebevollen Details, die man bei genauem Hinsehen findet.

Als ich nach fast einer Stunde den Garten wieder verließ, hatte ich immer noch das Gefühl, die Hälfte übersehen zu haben. Wohl dem, der ein so schönes Gelände sein eigen nennt und mutig genug ist, so konseqent das Umfeld naturbelassen zu gestalten.

 

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Ja so warns die oidn Rittersleit

Es ist eine feine Sache, wenn man die Blogger, mit denen man sonst nur über die Kommentarbox kommuniziert, endlich mal wieder persönlich trifft. Gestern war es dann soweit, das achte „Westfalentreffen“ stand auf dem Terminplan. Treffpunkt war Schloss Burg bei Solingen und das war optimal. Dazu trug sicherlich auch das herrliche Wetter einen kleinen Teil bei. Nach dem Mittagessen ging es mit einer sehr netten und redegewandten Führerin auf Tour durch die betagten, aber sehr reizvollen Gemäuer. Für die alten Rittersleute, die sich hier im Mittelalter austobten, sind die Zeiten auch anders geworden. Da steht der Edelmann schon mal mit einem Bauchladen in der Gegend herum und bietet Bücher und Infomaterial feil. So’n oller Ritter muss auch zusehen dass er ‚rumkommt.

Auf der Führung lernten wir alle doch das eine oder andere dazu, der Ursprung der Redewendung „durch die Lappen gehen“ ist geklärt genau wie der Begriff Keminate. Letztere sieht übrigens so aus:

Auf Schloss Burg darf man soviel fotografieren und veröffentlichen wie man lustig ist und das fand ich äußerst vernünftig. Vielerorts ist das ja schon untersagt. Warum, wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben, denn jede Veröffentlichung ist ja auch ein wenig kostenlose Werbung.

Die Burganlage ist in tadellosem Zustand, nach der Führung durften wir sie auf eigene Faust weiter untersuchen und es fand sich so manches interessante Detail beim Rundgang. Nach derartigen Expeditionen bei fast 30° C. siegt dann irgendwann aber doch der Durst über den Tatendrang und das Verlangen nach frischen Waffeln im Waffelhaus. War lecker und lustig. Und am Ende des Tages präsentierte sich die Burganlage dann nochmals im besten Abendlicht für uns. Das war mir ein Freihandpanorama aus drei Bildern wert, ausnahmsweise hat das sogar mal gut geklappt

Ein Klick auf das Bild öffnet eine größere Version, so ist das ja doch ein büschen zu lütt. Es war fein, die Leute alle mal wieder zu sehen, die Heimfahrt auf angenehm leeren Autobahnen entspannend. Dank der super Organisation von Agnes, die sich übrigens auch um das Wetter gekümmert hat, war das Treffen wieder einmal ein schönes Erlebnis. Da freut man sich jetzt schon auf das kommende Jahr.

🙂

 

 

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Bitburger Musikfestival

Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr stieg gestern das 2. Bitburger Musikfestival in Versmold. Aus den Kneipen werden kleine Konzertsäle, die Musik wird an diesem Abend handgemacht. Alle Pinten schaffe ich an einem Abend nicht, deshalb beschränke ich mich dann mal auf drei Lokale. Ab 20:00 Uhr spielte „Framic“ als Duo in der Tennis-Lounge.

Bei schönstem Wetter konnte man den Gitarristen Frank Sandfort und Michael Pape zuhören, die als Coverband Musik aus den letzten 40 Jahren spielten. Ihr Repertoire reicht von Bryan Adams, CCR, REM, Robbie Williams, Ronan Keating oder Westernhagen genauso wie von Amanda Marshall, Tina Turner, Melissa Etheridge und Natalie Imbruglia. Dann ging es weiter ins Restaurant „Memic“. Dort stand das Duo „2nd Hand“, bestehend aus Roger Schüller und Oliver Gärtner aus Monheim auf dem Spielplan.

Die sind so richtig gut gewesen. Es war wie eine Achterbahnfahrt durch die letzten Jahrzehnte der Popmusik. Bei einigen ihrer Songs hatte man das Gefühl, dem Original zu lauschen. Die Gäste waren begeistert und dementsprechend lange bin ich da auch hängen geblieben. Da war so richtig gute Stimmung. Am Ende ging’s dann noch in die Tenne im Altstadt-Hotel.

Hier lies es Sax Martl so richtig krachen. Der Partytiger, wie er sich selber nennt, kommt aus Steinegg bei Bozen. Mit seinem Saxophon, der Gitarre und dem Keyboard ist er genau der richtige für eine coole Feier.

Verpasst habe ich sicherlich noch viele gute Interpreten in anderen Kneipen, aber alles geht nun mal nicht. Ich hoffe ja mal ganz stark, dass auch im kommenden Jahr wieder ein Musikfestival stattfindet. Für die Versmolder Kneipenlandschaft ist das ein Gewinn.

 

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Mudder is‘ auf 180

Jetzt geht das Geschräbbel wieder los !!

Sie steht kurz vorm Herzkasper …

… und er, wer sonst, wäscht seine Tatzen in Unschuld. Oller Heuchler!! Den ganzen Morgen schlawienert er schon um den Busch herum, in dem ein junges Amselpaar seinen ersten Wurf großzieht. Ran kommt er da nicht, wegen seiner Pfunde, da müsste ich ihm schon eine Leiter hinstellen. Kann Mudder aber nicht wissen und startet derweil und stinksauer eine Attacke nach der anderen.

Sie hüpft aufgeregt von links nach rechts …

… und von rechts nach links und ist erst halbwegs beruhigt, nachdem ich den grauen Unhold zum Mittagsschläfchen in das Haus gelockt habe.

Da ratzt er jetzt vor sich hin und Muddern kann sich, wenigstens für ein paar Stunden, wieder um ihre Blagen kümmern. Und das Spektakel geht jetzt tagelang so weiter. Ihr Kerl muss übrigens ’ne richtige Bangebüchs sein, denn von dem hat man weder was gehört noch gesehen.

😉

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Die Farbe Gelb …

… ist in der Natur momentan an manchen Stellen dominierend. Der Raps blüht.

Heir sieht er nicht nur gut aus, sondern ist die Ressource vor der Haustür, vielleicht für Biosprit.

Die weiten Felder wirken zusammen mit dem blauen Himmel heute einfach herrlich …

… und so richtig idyllisch wird es dann am Teutoburger Wald unterhalb der Burg Ravensberg bei Borgholzhausen.

Der Wonnemonat in seiner ganzen Schönheit. Das ist schon einen kleinen Spaziergang wert.

🙂

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Maifahrt

Das ist schon Usus, dass die Nachbarschaft sich am 1. Mai auf die Drahtesel schwingt und munter mit flüssigem Proviant ausgerüstet die Gegend unsicher macht. Die eine oder andere Fahrradpanne gehört auch dazu und die gab es auch gestern wieder. Wenn die Gangschaltung den Dienst quittiert und nur noch der erste Gang funktionsfähig ist, dann ist das kein Vergnügen mehr für den Betroffenen, aber dafür umso mehr für die restlichen Tourteilnehmer. Man glaubt ja garnicht, was „alte Herren“ flott trampeln können. 🙂

Die Landschaft hier um Versmold ist für solche Missgeschicke allerdings auch günstig, es ist eben nur plattes Land rundum.

Obwohl, wenn ich es recht überlege, im ersten Gang kommt man auch gut die Berge rauf. Aber jetzt ist Schluss mit dem Geläster. Meine häufigste Perspektive sah ohnehin so aus:

Sozusagen zu tief in’s Glas geblickt. Und komischerweise immer ruckzuck leer. 😉

Aber egal, war echt ein klasse Tag gestern bis auf den widerlichen Wind …

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