Archive for Januar, 2012

Stadtfestival 2012

Im August findet es auch in diesem Jahr wieder statt, das Stadtfestival, dessen Beliebtheit sowohl beim Publikum wie auch bei den Bands stetig steigt. Unmengen an Bewerbungen von Musikern und Gruppen liegen vor, nur ein kleiner Teil kann am Ende wirklich auftreten. Da wird genau hingeschaut, um wieder ein Top Programm zu bieten. Eine Gruppe ist aber jetzt schon fest gebucht, sie spielen dann zum dritten Mal in Folge in Versmold. Silent Seven. Bereits 2010, beim ersten Auftritt hier war ich restlos überzeugt, genau wie im letzten Jahr. 2012 wird es noch interessanter. In der Sendung „Unser Star für Baku“ kämpft unter anderem auch Yana Gercke für ihre Teilnahme am diesjährigen Grand-Prix in der Hauptstadt  Aserbaidschans. Sie ist Sängerin der oben genannten Band und liegt gut im Rennen.

Das Foto ist vom ersten Auftritt 2010. Ich drücke ihr ganz fest die Daumen, das es klappt. Dann hätten wir im August ein echten Star hier auf unserem Stadtfestival.

🙂

 

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Ausrangiert

Viel wurde in den letzten Monaten diskutiert, Ergebnisse sind aber wohl nicht in greifbarer Nähe. Es geht um die Bahnstrecke Ibbenbüren-Hövelhof. Nachdem im September 2010 bereits der Abschnitt zwischen Tecklenburg und Brochterbeck wegen eines Dammrutsches gesperrt wurde, folgte eine weitere Sperrung im September 2011 zwischen Bad Iburg und Bad Laer aus dem gleichen Grund. Beide Sperrungen liegen im nördlichen Teil der Strecke, der südliche Teil zwischen Versmold und Gütersloh ist noch durchgängig befahrbar. Der Zustand ist aber auf beiden Streckenabschnitten ähnlich desolat und sanierungsbedürftig, man lebt von der Substanz und die ist irgendwann zwangsläufig ausgelutscht. Zuletzt wurden sogar schon Stimmen laut, das der Verkehrskonzern Captrain, dessen Tochter TWE die Strecke betreibt, nur wenig Interesse am Erhalt des nördlichen Abschnitts hat. Es bleibt die Sorge um den Güterverkehr, der für Versmold ein wichtiger Standortfaktor ist. Firmen wie Brünninghaus, wo man jüngst vier Millionen Euro in den Standort investierte, und Transgas beziehen ihre Rohstoffe und Güter über die Bahn, was in Zeiten verstopfter Straßen nur positiv zu vermerken ist.

Im Herbst gab es plötzlich ein überraschendes Signal aus dem Landkreis Osnabrück. In der NOZ beteuerte Kreisrat Winfried Wilkens den festen Willen, die Strecke zu erhalten und eine Entwidmung zu verhindern. Was unterm Strich bedeutet, das sie in öffentliches Eigentum überführt wird. Dagegen posaunt aber die TWE mit Sitz in Berlin hinaus, es sein auch TWEs  langfristiges Ziel, die Strecke zu erhalten. Ja dann mal los. Der erste Dammrutsch ist schon 15 Monate her und außer viel Gerede ist wieder einmal nix passiert. Vor Jahren sollte sogar schon der Personenverkehr zwischen Verl und Harsewinkel wieder aufgenommen werden. Das würde helfen, die Strecke auch für die TWE wieder interessanter zu machen und stabilisiert den notwendigen Güterverkehr. Aber auch da ist bisherfür mich kein Fortschritt feststellbar.

Man fährt also munter weiter auf den alten Gleisen und wartet auf den nächsten Dammrutsch. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Es drängt sich mir jetzt unweigerlich der Gedanke auf, das dieses Thema vom Streckenbetreiber ausgesessen wird, bis die Trasse wirtschaftlich nicht mehr zu retten ist. Solch ein Bild wäre dann demnächst Vergangenheit.

Vergangenheit sind heute schon die Nostalgiezüge der Eisenbahntradition Lengerich, die nur noch bis Bad Iburg kommen. Und somit ist diese Aufnahme im Bruch fast schon historisch.

Und wenn ich das alles dann doch zu schwarz sehe, lasse ich mich auch gern eines Besseren belehren.

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Es werde Licht

Das heißt jetzt nicht, dass es bisher keine Straßenbeleuchtung in der Stadt gegeben hätte, aber demnächst wird sie nicht nur besser, sondern auch entschieden effizienter. Bereits vor Weihnachten wurden probeweise einige neue Lampenköpfe als Ersatz für die alten Langfeldleuchten mit 2 Leuchtstoffröhren in der Kämpenstraße installiert. Die neuen Leuchten mit LED-Technik bringen eine Leistungseinsparung von 60 % bei gleicher Lichtstärke.

Durch das kalte Weiss erscheint mir subjektiv gesehen die Helligkeit und Ausleuchtung sogar besser als vorher. Anfang der Woche nun wurden die ersten Pilzleuchten in der Straße „Am Bahndamm“ ausgetauscht. Ausgefeilte LED-Technik macht es möglich, durch einstellbare Reflektoren das Licht dorthin zu lenken, wo es gebraucht wird.

In den vorherigen Leuchten werkelten noch Quecksilberdampflampen, die ohnehin 2015 vom Markt genommen werden.  89 W betrug die Anschlussleistung jeder alten Leuchte, die moderne Technik begnügt sich bei gleicher Lichtstärke mit 38 W. Die Einsparung beträgt mehr als 60 % pro Leuchte. In den folgenden zwei Jahren soll der größte Teil der alten Straßenbeleuchtung erneuert werden.

Ich bin erstaunt, mit welchem Tempo die Entwicklung von LEDs voran geht. Im Haushalt habe ich bereits LED-Lampen im Einsatz und bin bisher begeistert. Sowohl Lichtfarbe als auch Lichtstärke entsprechen voll und ganz der guten ollen Glühlampe. Die Dinger kann ich so oft ein- und ausschalten wie ich lustig bin und die volle Helligkeit ist auch sofort da.  Und so viel teurer wie diese dämlichen Energiesparlampen mit all ihren Nachteilen sind sie nun auch nicht.

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Pappsatt – oder so ähnlich …

… scheint mir der Bagger am Krankenhaus nun zu sein. Er hat sein Werk vollbracht und einen Altbau verspeist.

Noch ein wenig aufräumen und der Fall ist bis hierhin erledigt. Der nächste spektakuläre Abriss dürfte dann wohl im Herbst folgen, wenn der Ostflügel der Spaßkasse Sparkasse unter die Baggerschaufel gerät und das Stadtbild durch den Neubau gravierend verändert wird.

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Wenn die Teutonen …

… aus ihren Hütten kommen und auf die Straße gehen, wie es Borgholzhausens Bürgermeister Clemens Keller so schön formulierte, dann sind sie richtig sauer. Richtig sauer waren gestern fast 2500 Menschen, die friedlich auf die Straße gingen und für den sofortigen Lückenschluss der A33 demonstrierten. Da gab es keinen Krawall, es waren Menschen wie du und ich, die enttäuscht und frustriert ihrem Ärger über die Bundes- und Landesregierung zum Ausdruck brachten. Kurz nach 15:00 Uhr, die B68 war in Halle bereits geperrt für den Verkehr, setzten sich die zwei Demonstrationzüge in Bewegung. Einer startete am Gerry-Weber-Stadion.

Ein zweiter Zug Demonstranten hatte sich am Busbahnhof gesammelt und kam genau von der anderen Seite.

Gemeinsames Ziel war der Haller Lindenplatz. Und der war dann auch gut gefüllt, als die Redner die Bühne betraten.

Diese Gruppe aus Cleve überraschte mit einem Handwagen mit eingebauter Musikanlage und untermalte die Veranstaltung zwischenzeitlich mit flotten Schlagern aus der Konserve.

Für viele war dies die erste Demonstration, an der sie teilnahmen, genau wie für Landrat Sven-Georg Adenauer, auf dem folgendem Bild am Rednerpult.

Geben Sie nicht eher Ruhe bis die Bagger rollen, so seine Botschaft an die Menge. Halles Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann forderte im Anschluss mit deutlichen Worten verbindliche Entscheidungen zum Weiterbau und lobte den Einsatz des Aktionsbündnisses. Für die Industrie sprach der Modeunternehmer Gerhard Weber, auf dem Bild ganz rechts zu sehen. Er kündigte an, auf persönliche Gespräche mit Bundes- und Landesverkehrsministerium zu drängen. Allerdings, so seine Einschätzung, werde wohl auch noch eine zweite Demo notwendig sein. Genau so kämpferisch eingestellt war dann noch Borgholzhausens Bürgermeister Clemens Keller, der unmissverständlich den Weiterbau mit den Worten „vollständig, lückenlos und zackig“ forderte. Vorher werde sich der Teutone nämlich nicht in seine Hütte zurückziehen.

Und damit könnte er wohl völlig recht haben. Die Veranstalter können zufrieden sein, die Erwartungen an die Teilnehmerzahl wurden noch übertroffen, das Ganze verlief völlig friedlich und hatte fast schon ein klein wenig Volksfestcharakter. Nun wird man abwarten müssen, wie dieses Zeichen aus der Region in Berlin und Düsseldorf wahrgenommen wird.

Zum Schluß noch ein Link, gestern hatte ich ja das Bild der leeren B68 gezeigt, auf diesem Video sieht man den Normalzustand dort.

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So verlassen …

… sieht man die B68 in Halle sonst nie. Hier am Nadelöhr beim Amtsgericht, wo sich jeden Monat 70.000 LKW’s durchzwängen, demonstrierten kurze Zeit nach dieser Aufnahme ca. 2500 Menschen für den sofortigen Lückenschluss der A33.

Und weil ich heute noch einen Termin habe, gibt es leider erst morgen einiges darüber hier zu sehen und zu lesen.

🙂

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Morgen ist Demo !!

Lange ist es her, als man mit der Planung der Autobahn 33 begann. Sie sollte die A1 mit der A44 verbinden. Die ersten Planungen erfolgten bereits in den sechziger Jahren, es folgten in den siebzigern Korrekturen der Trassenführung, in den achtzigern Umweltverträglichkeitsprüfungen. Geplant war sie anfangs flott, fertiggestellt ist sie aber immer noch nicht. Das ist wie mit Kindern, die kannste ruckzuck inner Besenkammer zeugen, aber bis die vernünftige Erwachsene sind, das braucht nun mal Zeit. Der Teil von Wünnenberg bis Bielefeld ist schon lange fertig, der ist schon fast wieder kaputt.  Von Belm bei Osnabrück aus führt ebenfalls ein Teilstück bis nach Borgholzhausen. Im Bau befindet sich momentan der Abschnitt von Bielefeld bis Steinhagen/ Künsebeck. Planungsrechtlich ist inzwischen auch alles auf Grün für den Lückenschluss zwischen Künsebeck und Borgholzhausen, der Baubeginn war angekündigt, als kurz vor Weihnachten die Hiobsbotschaft vom Bund kam, das die Kohle dafür nicht rausgerückt wird, weil man anderes für dringender hielte. Da gab’s erst lange, dann wütende Gesichter in der lokalen Politik und auch der Industrie, die dringend den Lückenschluss braucht, und das aus folgenden Gründen: Da hat man also eine Autobahn von Nord nach Süd, um die B68 vor dem absoluten Verkehrskollaps zu retten und mittendrin bei Halle Westfalen fehlen 12,6 Kilometer. Halle erstickt jetzt schon an Abgasen, Lärm und Feinstaub und dann wird es noch dicker kommen. Das würde im Sommer aufgrund der neuen Feinstaubregelung zwangsläufig zur mindestens einseitigen Sperrung der Bundesstraße führen, die mitten durch die Haller Innenstadt verläuft. Dann wäre wohl ein völliges Verkehrchaos die Folge, es gibt nur wenige Nebenstrecken zum Umleiten und die wären dann auch dicht. Pro Monat rollen ca. 70.000 LKW durch das Nadelöhr am Haller Amtsgericht. Die Zahl muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Dort passen man gerade zwei Brummis aneinander vorbei, so mit Hängen und Würgen, Platz ist da nicht mehr, erweitern geht auch nicht, die Anwohner der Bundesstraße haben die absolute die Ar***karte. Städte und Gemeinden der Region haben jetzt mächtig Druck auf  Bundesverkehrminister Peter Ramsauer gemacht, so dass er die Gelder dann doch wohl freigeben will. Aber den Brüdern in Berlin traut hier jetzt keiner mehr über den Weg und deshalb findet morgen ab 15:00 Uhr eine Demo des  „Aktionbündnis A33 sofort“ statt, um weiter Druck zu machen. Die B68 wird für zwei Stunden dafür gesperrt, erwartet werden mehrere tausend Menschen aus Halle und den Nachbargemeinden. Auch von Versmold gibt es einen kostenlosen Shuttlebus nach Halle. Das könnte eine der größten Kundgebungen im Altkreis werden.

Und genau da muss ich einfach dabei sein !!

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Das Ende einer Ära

Da sind die letzten Reste  vom Bettentrakt des ehemaligen Versmolder Krankenhauses, für dessen Erhalt sich viele Bürger vor einiger Zeit engagiert haben. Genutzt hat aller Protest nichts, nun wütet der Bagger, hier parkt er mitten im ehemaligen Eingangsbereich.

Kampflos hat sich der alte Kasten allerdings nicht ergeben. Immer wieder gab es unvorhersehbare Probleme, da das angrenzende Gebäude momentan noch benötigt wird. So war viel Handarbeit beim Abriss nötig, teuer und zeitaufwendig. Eigentlich sollte schon vor Weihnachten alles erledigt sein, aber da hat man sich wohl verrechnet.

Am Ende wird der Bagger aber siegen, soviel ist sicher.

Nicht nur Bauschutt wirkt an diesem Samstag trist, selbst ein Fotospaziergang durch’s Bruch macht nicht so wirklich Spaß. Gegen das Wetter kann man sich natürlich passend anziehen, aber was man sieht ist nass, grau und schmodderig, der Wind treibt die Wolken vor sich her. Genau so trist wirkt das auch auf den Bildern.

Ich habe ein bisschen mit einem Graufilter herumgespielt und vom Stativ ca. eine Sekunde bei f22 belichtet. Das klappt aber auch nicht richtig, bei dem scharfen Wind schaukelt die Nikon auf dem Stativ wie ein Lämmerschwanz. Nix wie Misserfolge heute …

😉

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