Archive for Mai, 2012

Kauziges

Gestern durfte ich in der Gegend von Billerbeck zusehen, wie kleine Käuzchen zum Beringen das erste mal ihre Brutröhre verlassen mussten. Eine handvoll flauschige Federbällchen.

Etwas nervös waren die kleinen Racker aber schon, was sich durch aktive Verdauung und regen Stuhlgang äußerte. Die junge Dame hier auf dem Bild konnte sich nach der ganzen Aktion umziehen, das Top sah echt „beschissen“ aus. 😉

Selbst die jungen Vögel haben schon diesen stechenden Raubvogelblick und irgendwie wirkt das immer ziemlich missgelaunt. Aber niedlich sind sie trotzdem und den Fototermin meisterten sie mit Bravour. In vier Wochen werden sie mit Flugübungen beginnen, dann ist das laue Leben in der kuscheligen Bruthöhle zu Ende. Etwas ungehalten war allerdings diese kleine Meise:

Sie hat hungrige kleine Mäuler zu stopfen und schien über Auflauf von Fotografen gestern in der Nähe ihres Nests nicht gerade begeistert zu sein. Aber der Instinkt zu füttern war größer als die Angst vor dem Menschen und so brauchte ihr Nachwuchs nicht wegen uns hungern.

 

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Der Wahlkampf tobt …

… in NRW im Endspurt und das geht auch an Versmold nicht spurlos vorbei. Hoher Besuch wurde erwartet und dafür hatte der Marktplatz sogar ein Dach bekommen für den Fall, dass es regnet. Eine starke Konstruktion. Dass es bei soviel Aufwand natürlich keinen Regen gab, ist ja klar und vergleichbar mit einem Regenschirm: Wenn man ihn nicht hat, dann schüttet es.

700 Menschen hatten sich versammelt um den Vorsitzenden der SPD, Sigmar Gabriel, reden zu hören. Aber zuerst einmal „wärmte“ der Kandidat des Wahlkreises, Georg Fortmeier,  die Zuhörer auf.

Er zählte die Punkte des Wahlprogramms und auch die Erfolge der SPD auf. Alles gut und schön, aber alle warteten auf den Parteichef. Der traf dann endlich um kurz vor sechs ein, bestens gelaunt. Routiniert versuchte er, professionell, humorvoll und hemdsärmelig im Auftreten, die Menschen zu erreichen und zu begeistern.

Dem Beifall nach zu urteilen ist ihm das auch an vielen Stellen seiner gut 25 Minuten dauernden Rede gelungen. Nur der Wunsch am Ende nach einem Bier blieb für Gabriel unerfüllt, denn er wurde sofort nach seiner Ansprache von vielen Menschen umringt und mit Fragen überhäuft. Auch der WDR wollte noch sein Interview mit ihm führen. Wahlkampfzeiten sind nun mal harte Zeiten für Spitzenpolitiker wie ihn. Ein Zuhörer am Rande schien mir sehr nachdenklich zu sein, manchem wird er bekannt sein.

Wahrscheinlich direkt vom Gehöft aus Kattenvenne angereist war Heinrich Schulte-Brömmelkamp. Er genoss ein lecker Eis am Rande der Reden.

Bauer Heinrich’s  Auftritt folgte noch und er lies zum guten Schluss die ganze Veranstaltung mit seinen humorvollen Sprüchen und Anekdoten ausklingen. Ob wenigstens er am Schluss ein Bier bekommen hat, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Ich hab meines jedenfalls gehabt …

😉

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