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Ausrangiert

Viel wurde in den letzten Monaten diskutiert, Ergebnisse sind aber wohl nicht in greifbarer Nähe. Es geht um die Bahnstrecke Ibbenbüren-Hövelhof. Nachdem im September 2010 bereits der Abschnitt zwischen Tecklenburg und Brochterbeck wegen eines Dammrutsches gesperrt wurde, folgte eine weitere Sperrung im September 2011 zwischen Bad Iburg und Bad Laer aus dem gleichen Grund. Beide Sperrungen liegen im nördlichen Teil der Strecke, der südliche Teil zwischen Versmold und Gütersloh ist noch durchgängig befahrbar. Der Zustand ist aber auf beiden Streckenabschnitten ähnlich desolat und sanierungsbedürftig, man lebt von der Substanz und die ist irgendwann zwangsläufig ausgelutscht. Zuletzt wurden sogar schon Stimmen laut, das der Verkehrskonzern Captrain, dessen Tochter TWE die Strecke betreibt, nur wenig Interesse am Erhalt des nördlichen Abschnitts hat. Es bleibt die Sorge um den Güterverkehr, der für Versmold ein wichtiger Standortfaktor ist. Firmen wie Brünninghaus, wo man jüngst vier Millionen Euro in den Standort investierte, und Transgas beziehen ihre Rohstoffe und Güter über die Bahn, was in Zeiten verstopfter Straßen nur positiv zu vermerken ist.

Im Herbst gab es plötzlich ein überraschendes Signal aus dem Landkreis Osnabrück. In der NOZ beteuerte Kreisrat Winfried Wilkens den festen Willen, die Strecke zu erhalten und eine Entwidmung zu verhindern. Was unterm Strich bedeutet, das sie in öffentliches Eigentum überführt wird. Dagegen posaunt aber die TWE mit Sitz in Berlin hinaus, es sein auch TWEs  langfristiges Ziel, die Strecke zu erhalten. Ja dann mal los. Der erste Dammrutsch ist schon 15 Monate her und außer viel Gerede ist wieder einmal nix passiert. Vor Jahren sollte sogar schon der Personenverkehr zwischen Verl und Harsewinkel wieder aufgenommen werden. Das würde helfen, die Strecke auch für die TWE wieder interessanter zu machen und stabilisiert den notwendigen Güterverkehr. Aber auch da ist bisherfür mich kein Fortschritt feststellbar.

Man fährt also munter weiter auf den alten Gleisen und wartet auf den nächsten Dammrutsch. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Es drängt sich mir jetzt unweigerlich der Gedanke auf, das dieses Thema vom Streckenbetreiber ausgesessen wird, bis die Trasse wirtschaftlich nicht mehr zu retten ist. Solch ein Bild wäre dann demnächst Vergangenheit.

Vergangenheit sind heute schon die Nostalgiezüge der Eisenbahntradition Lengerich, die nur noch bis Bad Iburg kommen. Und somit ist diese Aufnahme im Bruch fast schon historisch.

Und wenn ich das alles dann doch zu schwarz sehe, lasse ich mich auch gern eines Besseren belehren.

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