Winterzeit

Eine Grundregel im Journalismus sagt aus, dass man nicht über das Wetter schreiben soll – das erleben die Leser ja selber, aber ich breche die Regel jetzt zum wiederholten Male. Eigentlich war ich ja nicht so richtig begeistert über die weiße Pracht, blauer Himmel und Sonne hätten mir gereicht. Inzwischen hab ich mich aber damit angefreundet, zweimal täglich etwas Schnee zu fegen oder auch mal, wie am Wochenende, kräftig zu schieben. Man weiß gar nicht mehr so recht, wo man das Zeugs lassen soll, die Berge wachsen.

Das kann übrigens auch richtig spannend werden. Sonntagabend, ich hatte gerade nach getaner Arbeit mit meinem innig geliebten Schneeschieber die Pose eines Arbeiterdenkmals angenommen, als ein ungewöhnliches Geräusch mich nach oben blicken lies. Oha, dachte ich, da kommt was auf dich zu ! Dieses Etwas war eine kapitale Dachlawine, der ich nur durch einen ungemein sportlichen Satz nach hinten ausweichen konnte und auf diese Weise mit klatschnassen Füßen davon kam. Glück gehabt. Wesentlich unangenehmer sind da schon die dicken Eiszapfen, die so manche Dachrinne verzieren. Man kann Hausbesitzern nur raten, die Dinger abzuschlagen. Falls die abfallen und einen Fußgänger verletzen, kostet das viel Ärger und im schlimmsten Fall auch viel Geld.

Noch einmal kurz zurück zu den angenehmen Seiten des Winters, er bietet auch reizvolle zufällige Stillleben.

Es muss ja nicht immer blauer Himmel sein.  😉

Share

Tags: , , ,

Leave a Reply