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Wenn die Teutonen …

… aus ihren Hütten kommen und auf die Straße gehen, wie es Borgholzhausens Bürgermeister Clemens Keller so schön formulierte, dann sind sie richtig sauer. Richtig sauer waren gestern fast 2500 Menschen, die friedlich auf die Straße gingen und für den sofortigen Lückenschluss der A33 demonstrierten. Da gab es keinen Krawall, es waren Menschen wie du und ich, die enttäuscht und frustriert ihrem Ärger über die Bundes- und Landesregierung zum Ausdruck brachten. Kurz nach 15:00 Uhr, die B68 war in Halle bereits geperrt für den Verkehr, setzten sich die zwei Demonstrationzüge in Bewegung. Einer startete am Gerry-Weber-Stadion.

Ein zweiter Zug Demonstranten hatte sich am Busbahnhof gesammelt und kam genau von der anderen Seite.

Gemeinsames Ziel war der Haller Lindenplatz. Und der war dann auch gut gefüllt, als die Redner die Bühne betraten.

Diese Gruppe aus Cleve überraschte mit einem Handwagen mit eingebauter Musikanlage und untermalte die Veranstaltung zwischenzeitlich mit flotten Schlagern aus der Konserve.

Für viele war dies die erste Demonstration, an der sie teilnahmen, genau wie für Landrat Sven-Georg Adenauer, auf dem folgendem Bild am Rednerpult.

Geben Sie nicht eher Ruhe bis die Bagger rollen, so seine Botschaft an die Menge. Halles Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann forderte im Anschluss mit deutlichen Worten verbindliche Entscheidungen zum Weiterbau und lobte den Einsatz des Aktionsbündnisses. Für die Industrie sprach der Modeunternehmer Gerhard Weber, auf dem Bild ganz rechts zu sehen. Er kündigte an, auf persönliche Gespräche mit Bundes- und Landesverkehrsministerium zu drängen. Allerdings, so seine Einschätzung, werde wohl auch noch eine zweite Demo notwendig sein. Genau so kämpferisch eingestellt war dann noch Borgholzhausens Bürgermeister Clemens Keller, der unmissverständlich den Weiterbau mit den Worten „vollständig, lückenlos und zackig“ forderte. Vorher werde sich der Teutone nämlich nicht in seine Hütte zurückziehen.

Und damit könnte er wohl völlig recht haben. Die Veranstalter können zufrieden sein, die Erwartungen an die Teilnehmerzahl wurden noch übertroffen, das Ganze verlief völlig friedlich und hatte fast schon ein klein wenig Volksfestcharakter. Nun wird man abwarten müssen, wie dieses Zeichen aus der Region in Berlin und Düsseldorf wahrgenommen wird.

Zum Schluß noch ein Link, gestern hatte ich ja das Bild der leeren B68 gezeigt, auf diesem Video sieht man den Normalzustand dort.

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So verlassen …

… sieht man die B68 in Halle sonst nie. Hier am Nadelöhr beim Amtsgericht, wo sich jeden Monat 70.000 LKW’s durchzwängen, demonstrierten kurze Zeit nach dieser Aufnahme ca. 2500 Menschen für den sofortigen Lückenschluss der A33.

Und weil ich heute noch einen Termin habe, gibt es leider erst morgen einiges darüber hier zu sehen und zu lesen.

🙂

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Morgen ist Demo !!

Lange ist es her, als man mit der Planung der Autobahn 33 begann. Sie sollte die A1 mit der A44 verbinden. Die ersten Planungen erfolgten bereits in den sechziger Jahren, es folgten in den siebzigern Korrekturen der Trassenführung, in den achtzigern Umweltverträglichkeitsprüfungen. Geplant war sie anfangs flott, fertiggestellt ist sie aber immer noch nicht. Das ist wie mit Kindern, die kannste ruckzuck inner Besenkammer zeugen, aber bis die vernünftige Erwachsene sind, das braucht nun mal Zeit. Der Teil von Wünnenberg bis Bielefeld ist schon lange fertig, der ist schon fast wieder kaputt.  Von Belm bei Osnabrück aus führt ebenfalls ein Teilstück bis nach Borgholzhausen. Im Bau befindet sich momentan der Abschnitt von Bielefeld bis Steinhagen/ Künsebeck. Planungsrechtlich ist inzwischen auch alles auf Grün für den Lückenschluss zwischen Künsebeck und Borgholzhausen, der Baubeginn war angekündigt, als kurz vor Weihnachten die Hiobsbotschaft vom Bund kam, das die Kohle dafür nicht rausgerückt wird, weil man anderes für dringender hielte. Da gab’s erst lange, dann wütende Gesichter in der lokalen Politik und auch der Industrie, die dringend den Lückenschluss braucht, und das aus folgenden Gründen: Da hat man also eine Autobahn von Nord nach Süd, um die B68 vor dem absoluten Verkehrskollaps zu retten und mittendrin bei Halle Westfalen fehlen 12,6 Kilometer. Halle erstickt jetzt schon an Abgasen, Lärm und Feinstaub und dann wird es noch dicker kommen. Das würde im Sommer aufgrund der neuen Feinstaubregelung zwangsläufig zur mindestens einseitigen Sperrung der Bundesstraße führen, die mitten durch die Haller Innenstadt verläuft. Dann wäre wohl ein völliges Verkehrchaos die Folge, es gibt nur wenige Nebenstrecken zum Umleiten und die wären dann auch dicht. Pro Monat rollen ca. 70.000 LKW durch das Nadelöhr am Haller Amtsgericht. Die Zahl muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Dort passen man gerade zwei Brummis aneinander vorbei, so mit Hängen und Würgen, Platz ist da nicht mehr, erweitern geht auch nicht, die Anwohner der Bundesstraße haben die absolute die Ar***karte. Städte und Gemeinden der Region haben jetzt mächtig Druck auf  Bundesverkehrminister Peter Ramsauer gemacht, so dass er die Gelder dann doch wohl freigeben will. Aber den Brüdern in Berlin traut hier jetzt keiner mehr über den Weg und deshalb findet morgen ab 15:00 Uhr eine Demo des  „Aktionbündnis A33 sofort“ statt, um weiter Druck zu machen. Die B68 wird für zwei Stunden dafür gesperrt, erwartet werden mehrere tausend Menschen aus Halle und den Nachbargemeinden. Auch von Versmold gibt es einen kostenlosen Shuttlebus nach Halle. Das könnte eine der größten Kundgebungen im Altkreis werden.

Und genau da muss ich einfach dabei sein !!

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