Posts Tagged ‘Lokales’

Schon wieder Weihnachten ?

Zu meiner eigenen Verwunderung muss ich die Frage dann wohl mit „Ja“ beantworten. Die letzten Wochen im Jahr gehen gefühlt immer so schnell herum. Irgendwas ist immer los, von Weihnachtsmarkt bis Weihnachtsfeier, vom beruflichen Theater ganz zu schweigen. Für Ruhe und Besinnlichkeit bleibt da keine Zeit. Ich hoffe das wird jetzt für ein paar Tage anders.
Wie man auf den Fotos sieht, gibt es sogar im kleinen Moosbach einen ebenso kleinen Weihnachtsmarkt. Am Bahnhof wartet schon der Nostalgiezug, um die Besucher aufzunehmen. Ein wenig Schnee fehlt hier noch, aber der wollte einfach nicht fallen.

Der Nikolaus ist vor Ort und in dem kleinen Kupferkessel brodelt der Glühwein. Eine äußerst angenehme Medizin in der kalten Jahreszeit.

Und somit möchte ich allen ein frohes und stressfreies Weihnachtsfest wünschen, hoffentlich jeder im Kreise der Menschen, die ihm am Herzen liegen.

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Frühlingserwachen …

… auf der VGB. Irgendwann hat auch der längste Winter einmal ein Ende und die letzten Tage waren ja ganz ordentlich vom Wetter her. Also wurde auch bei mir wieder Zement gerührt und weitergebaut. Viel zu lang war die erzwungene Winterruhe.

Erinnern wir uns nochmals kurz an den Stand von Mitte November am Bahnhof Moosburg. Statt einer vernünftigen Straße gab es nur eine betonierte „Baustraße“, statt eines Bahnhofs lagen dort verlassen ein paar Pflastersteine an der Trasse und der Hang war gestützt mit ein paar ollen Brettern.

Ein trister Zustand, der sich in den letzten Tagen aber gravierend verändert hat.

Anfang Februar standen die Gebäude ja schon einmal probeweise draußen, nun haben sie ihren festen Platz gefunden. Die Straße ist „asphaltiert“ und die Bahnsteige stabil gemauert und zementiert.

Stützarkaden aus Beton halten den Berg in Schach. Regenwasser kann ablaufen und unter den Gebäuden befindet sich eine Kiesschicht, wo es gut versickern kann.

An der Radstation haben sich die ersten Neugierigen eingefunden und begutachten das ganze Werk. Der Beamte hat übrigens gerade Feierabend und schnappt sich sein Rad für den Heimweg.

Der Fahrdienstleiter hat scheinbar die seltene Gabe, beim Rumstehen schlafen zu können. Das wird Konsequenzen haben. 🙂

Der Fuhrpark hat sich auch verstärkt, für den schnellen Personenverkehr ist jetzt eine E10 in Dienst gestellt worden, die  BR218 unterstützen wird.

Jetzt wird als nächstes noch die Bergstation aufgemöbelt und der Schattensee liegt ja auch noch ziemlich brach. Ab Juli wird dann die nächste Streckenerweiterun bis zum späteren Bahnhof „Borgheim“ in Angriff genommen. Moosburg werden wir vorher aber noch öfter besuchen und uns das Ganze demnächst einmal bei Nacht anschauen. Durch die vielen kleinen Lampen entwickelt es dann nämlich einen ganz besoderen Charme.

 

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Der Wahlkampf tobt …

… in NRW im Endspurt und das geht auch an Versmold nicht spurlos vorbei. Hoher Besuch wurde erwartet und dafür hatte der Marktplatz sogar ein Dach bekommen für den Fall, dass es regnet. Eine starke Konstruktion. Dass es bei soviel Aufwand natürlich keinen Regen gab, ist ja klar und vergleichbar mit einem Regenschirm: Wenn man ihn nicht hat, dann schüttet es.

700 Menschen hatten sich versammelt um den Vorsitzenden der SPD, Sigmar Gabriel, reden zu hören. Aber zuerst einmal „wärmte“ der Kandidat des Wahlkreises, Georg Fortmeier,  die Zuhörer auf.

Er zählte die Punkte des Wahlprogramms und auch die Erfolge der SPD auf. Alles gut und schön, aber alle warteten auf den Parteichef. Der traf dann endlich um kurz vor sechs ein, bestens gelaunt. Routiniert versuchte er, professionell, humorvoll und hemdsärmelig im Auftreten, die Menschen zu erreichen und zu begeistern.

Dem Beifall nach zu urteilen ist ihm das auch an vielen Stellen seiner gut 25 Minuten dauernden Rede gelungen. Nur der Wunsch am Ende nach einem Bier blieb für Gabriel unerfüllt, denn er wurde sofort nach seiner Ansprache von vielen Menschen umringt und mit Fragen überhäuft. Auch der WDR wollte noch sein Interview mit ihm führen. Wahlkampfzeiten sind nun mal harte Zeiten für Spitzenpolitiker wie ihn. Ein Zuhörer am Rande schien mir sehr nachdenklich zu sein, manchem wird er bekannt sein.

Wahrscheinlich direkt vom Gehöft aus Kattenvenne angereist war Heinrich Schulte-Brömmelkamp. Er genoss ein lecker Eis am Rande der Reden.

Bauer Heinrich’s  Auftritt folgte noch und er lies zum guten Schluss die ganze Veranstaltung mit seinen humorvollen Sprüchen und Anekdoten ausklingen. Ob wenigstens er am Schluss ein Bier bekommen hat, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Ich hab meines jedenfalls gehabt …

😉

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Osterfeuer 2012

Blauer Himmel, kühles aber trocknes Wetter – die besten Voraussetzungen für ein gelungenes Osterfeuer. Während man im letzten Jahr bei sommerlichen Temperaturen bemüht war, so weit wie möglich vom heißen Feuer wegzukommen, war es diesmal genau umgekehrt. So nah ran wie möglich bitte. Um 19:30 Uhr wurde der große Haufen fachgerecht in Brand gesteckt.

Wie immer war die Freiwillige Feuerwehr Ausrichter der offiziellen Veranstaltung, die genau wie im letzten Jahr an der Ecke Alte Landwehr/Kämpenstraße mitten auf einem Acker stattfand. Wie nicht anders zu erwarten, können die Profis der Versmolder Wehr genau so gut zündeln wie löschen. Ruckzuck brannte der ganze Haufen lichterloh. Und wie heißt es doch so schön:“Wo Feuer ist da ist auch Rauch.“

Das Feuer war gut besucht, viele Versmolder haben den Weg dorthin gefunden, Taboriso sorgte für Musik, die Helfer von der Feuerwehr für Essen und Trinken. Konnte man es auch zu Anfang noch gut im aufgebauten Zelt aushalten, so zog es die Menschen bei Dunkelheit dann aber immer näher zum faszinierenden und vor allem wärmenden Feuer. Da nahm man auch Rauch und Asche in Kauf. Nur das Bierglas musste schneller wie gwöhnlich geleert werden, sonst hatte man durch die Hitze schnell „Glühwein“ im Glas. Meine Kamera sah heute morgen übrigens so „aschig“ aus, als wäre sie selber ein Raub der Flammen geworden. Putzen ist angesagt. 😉

Nixdestotrotz, ich bin immer wieder angetan von der Energie und der zerstörerischen Kraft, die von so einem Feuer ausgeht. Aber hier kann ja kaum was schief gehen, denn die Profis der Wehr waren vor Ort und die können nicht nur perfekt zündeln, die können auch gut löschen.

Frohe Ostern noch. 🙂

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Sünne Peider – Nachlese

Nun kann der Frühling kommen. Sünne Peider ist die erste Kirmes im Jahr in der Region, der Auftakt der Saison und für die Schausteller ein erstes Indiz, wie das Kirmesjahr verlaufen wird. Freitag war dieser Auftaskt noch etwas vernieselt, über Samstag und Sonntag allerdings dürften sich die Gewerbetreibenden nicht beschweren. Die Innenstadtkirmes war gut besucht bei Sonne, lauen Temperaturen und trockenem Wetter. Neben den üblichen Karussels, die hier in jedem Jahr gastierern, gab es auch wieder etwas Neues zu bestaunen. Wer einen stabilen Magen hat, der konnte im fliegenden Teppich eine großartige Aussicht über die Stadt genießen. Aber so mancher hat sich auch wohl etwas viel vorgenommen,  ich konnte selber beobachten, wie nach einer rasanten Fahrt einer der Helfer am Gerät flugs mit dem Wasserschlauch anrückte und die Spuren einer halb verdauten Mahlzeit geübt beseitigte. Dumm gelaufen. 😉

Wesentlich friedlicher ging es auf diesem antiken Kinderkarussel zu. Ein wundervolles Teil, liebevoll in Schuss gehalten und gepflegt. Bei dem Tempo könnte ich auch dort mitfahren.

Ganz anders sah das schon im neuen Konga aus. Das Fahrgeschäft Baujahr 2011 ist nur etwas für die ganz hartgesottenen Kirmesgänger und kann in Punkto  „Adrenalinstoß“  mit jeder Achterbahn locker mithalten.

Bis zu 45 Meter hoch schebt man in der Monsterschaukel den Wolken entgegen. Es wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben, wie man sich so’n Teil freiwillig antun kann.

Eine Fahrt kostete 5 Euro und das Ding war richtig gut besucht. Genau wie die Straßen der Innenstadt, wo sich an dem Wochenende die endlosen Besucherströme hindurch schoben.

Friedlich und ohne großartige Zwischenfälle ging die erste Kirmes des Jahres am Sonntagabend bei richtig schönem Wetter zuende. Hier sagt man immer, wenn Sünne Peider erst einmal gewesen ist, dann kommt auch der Frühling. Der Himmel schien ein gutes Vorzeichen zu senden, Konga war bis zum Abend hoch über den Dächern unterwegs und ich beendete mit Freunden den Kirmesrundgang ganz bodenständig vor den Theken der Stadt.

Ich bin dann doch mehr für das Gemütliche.

😉

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Stadtfestival 2012

Im August findet es auch in diesem Jahr wieder statt, das Stadtfestival, dessen Beliebtheit sowohl beim Publikum wie auch bei den Bands stetig steigt. Unmengen an Bewerbungen von Musikern und Gruppen liegen vor, nur ein kleiner Teil kann am Ende wirklich auftreten. Da wird genau hingeschaut, um wieder ein Top Programm zu bieten. Eine Gruppe ist aber jetzt schon fest gebucht, sie spielen dann zum dritten Mal in Folge in Versmold. Silent Seven. Bereits 2010, beim ersten Auftritt hier war ich restlos überzeugt, genau wie im letzten Jahr. 2012 wird es noch interessanter. In der Sendung „Unser Star für Baku“ kämpft unter anderem auch Yana Gercke für ihre Teilnahme am diesjährigen Grand-Prix in der Hauptstadt  Aserbaidschans. Sie ist Sängerin der oben genannten Band und liegt gut im Rennen.

Das Foto ist vom ersten Auftritt 2010. Ich drücke ihr ganz fest die Daumen, das es klappt. Dann hätten wir im August ein echten Star hier auf unserem Stadtfestival.

🙂

 

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Das Ende einer Ära

Da sind die letzten Reste  vom Bettentrakt des ehemaligen Versmolder Krankenhauses, für dessen Erhalt sich viele Bürger vor einiger Zeit engagiert haben. Genutzt hat aller Protest nichts, nun wütet der Bagger, hier parkt er mitten im ehemaligen Eingangsbereich.

Kampflos hat sich der alte Kasten allerdings nicht ergeben. Immer wieder gab es unvorhersehbare Probleme, da das angrenzende Gebäude momentan noch benötigt wird. So war viel Handarbeit beim Abriss nötig, teuer und zeitaufwendig. Eigentlich sollte schon vor Weihnachten alles erledigt sein, aber da hat man sich wohl verrechnet.

Am Ende wird der Bagger aber siegen, soviel ist sicher.

Nicht nur Bauschutt wirkt an diesem Samstag trist, selbst ein Fotospaziergang durch’s Bruch macht nicht so wirklich Spaß. Gegen das Wetter kann man sich natürlich passend anziehen, aber was man sieht ist nass, grau und schmodderig, der Wind treibt die Wolken vor sich her. Genau so trist wirkt das auch auf den Bildern.

Ich habe ein bisschen mit einem Graufilter herumgespielt und vom Stativ ca. eine Sekunde bei f22 belichtet. Das klappt aber auch nicht richtig, bei dem scharfen Wind schaukelt die Nikon auf dem Stativ wie ein Lämmerschwanz. Nix wie Misserfolge heute …

😉

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Woll-Lust

Der Bindestrich in der Überschrift hat schon seinen Sinn, keine Bange, ich will ja keine falschen Erwartungen heraufbeschwören. 😉

Hier geht es nicht um die weibliche Begierde, sondern, wie schon vor Tagen angedroht, um die gestrickten Klamotten vom ollen Wurstträger und seiner Schweine am Brunnen. Da kamen einst drei ganz tollkühne, strickwütige Fraunsleut aus Versmold auf den Gedanken, den Herrn und die Ferkelei in Erwartung eines klirrend kalten Winters vernünftig einzukleiden. Nachdem im Rathaus dann grünes Licht für die Aktion gegeben worden ist, gings stramm zur Sache. Da mir beim Thema Stricken jegliche Kompetenz fehlt, stellt sich unsereins schon mal die Frage, woher man ein Strickmuster für Schweine bekommt. Oder wurde hier vor Ort Maß genommen, gab es eventuell sogar zwischendurch Anproben. Wie auch immer, die Nadeln klapperten und herausgekommen ist eine Kollektion der ganz besonderen Art.

In frischen Farben präsentiert sich uns hier der Wurstträger, flauschig schmiegen sich die Stulpen um seine starken Arme, die nun schon seit vielen Jahren die Wurst stemmen. Für einen klaren Kopf sorgt eine flauschige Mütze im Nikolaus-Look, das frische Grün wertet die ohnehin leckere Versmolder Wurst nochmals gewaltig auf.

Schwein gehabt, denkt sich diese zufrieden ins Wetter blickende Sau und kann nun Schnee, Sturm und Kälte widerstehen. Der dunkle Pullover betont dezent die graziöse Figur unseres Models, der Schal harmoniert in dieser Kombination farblich und sehr neckisch wirkt auch das lässig ums Ohr gewundene blaue Band. Eine wahre Augenweide und auch das Schweinchen ist anscheinend bestens zufrieden.

Die Nadeln der Meisterinnen erschufen mit dieser Kreation ein Meisterstück, fast schon graziös wirkt es auf den Betrachter. Jedes Schwein im Stall wird bei diesem Anblick vor Neid erblassen. Der Trägerin dieser eleganten Mode steht die Zufriedenheit im Gesicht.

😉

Eigentlich ist es ein Wunder, das die Strickereien eine Woche Dauerregen und den Wind überstanden haben. Die Guerillastrickerinnen aus Versmold haben hier wirklich eine nette Idee gut umgesetzt und ich will doch mal hoffen, dass noch weitere Aktionen dieser Art folgen werden.

 

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Versmolder sind hammerhart …

… wenn es um das Wetter geht. Davon konnte man sich gestern Abend auf dem Stadtfestival überzeugen. Weder Regen noch Gewitter konnte anfangs die Menschen davon abhalten, das Fest und die Livemusik auf den Bühnen zu genießen.

Den Auftakt machte die polnische Folkloregruppe „Zespol Piesni i Tanca“ aus der Partnerstadt Dobczyce auf der Rathausbühne. Wenig später legte „Silent Seven“ auf dem Marktplatz los und spielte bis tief in die Nacht hinein. Ihr Repertoire scheint schier unerschöpflich, angefangen bei den Rolling Stones, AC/DC, Neil Young und Alanis Morissette bis zu aktuellen Hits von Juli, Silbermond, Rihanna und den Ärzten.

Die Band ist Gewinner des deutschen Rock- und Poppreises 2010 in den Kategorien „Beste Coverband“ und „Beste Rocksängerin“. Am Rathaus präsentierte das „GlasBlasSing Quintett“ unterdessen Liedgut auf Leergut. Die Bühne erinnerte stark an die Leergutannahme eines Getränkemarktes und der simple Bierdeckel machte Karriere als Instrumentenständer.

Die Jungs legten ein feines Programm garniert mit unterhaltsamen Sprüchen auf die Bühne. Ich war fasziniert, was man mit ein paar leeren Flaschen, sei es nun Glas oder Kunststoff, bewerkstelligen kann. Im Februar 2011 trat das Quintett bei Wetten dass..! auf. Ein Mitschnitt davon ist hier zu sehen.

Weitere Programmpunkte waren die Rockband „Crow of the Cloud“, „Maila“ mit provokativ-frechen Powerpop sowie „Branko Sanader & Band“ aus Vrdnik, Pop- und Rockmusiker aus Kroatien.  Leider spielte da aber auch das Wetter eine ganz eigene Symphonie mit blitzender Lightshow und mengenweise Wasser von oben. Das war dann auch für Versmolder eine Nummer zu dick. Nur noch sehr wenige verblieben unter dem schützenden Dach der Bierbuden. Schade !!

Diese zwei Kinder konnte der Regen nicht ärgern, sie kugelten trocken durch den Pool.

Das muss einfach Spaß machen. Ich hoffe, dass heute am Samstag Petrus milde gestimmt ist, denn ab 15:00 geht es wieder rund auf den Bühnen bis tief in die Nacht. Ab 17:00 startet der Buspulling Fun-Wettbewerb und es wäre ja zu dumm, wenn die menschlichen Zugpferde wegen Aquaplaning ihre PS nicht auf den Asphalt bringen könnten. 😉

 

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Das Gegenstück …

… zu den Fotos von gestern, nur damit nicht noch jemand meint, hier wäre nur Sommersonnenscheinidylle. 😉

Der Regen ist natürlich echt, das war das Schauer um 17:40 Uhr heute und kein künstlicher Filter. Für Fotofreaks die Exif-Daten: Blende 11, 1/40 Sek. mit aufstützen bei ISO 200 und 125 mm Brennweite. Und Richie, der immer wieder beanstandet, das Versmold hier im Blog Sommer hat, kann sich jetzt auch entspannt zurücklehnen – er hat recht, hier gallert es genau so viel wie bei ihm daheim. Punkt!

😉

Trotzdem will ich das letzte Wort haben, ein paar Minuten später sah es dann so aus und das ist doch schon fast wieder Sommer.

🙂

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